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	<title>Nutztiere | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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	<description>&#34;Ich will, daß es Ihrem Tier gut geht.&#34;</description>
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	<title>Nutztiere | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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		<title>Alles Schwein oder was? Teil 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 23:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Isofluran]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschädlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
<p>https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/klimaschutz-konferenz-bonn-eu-ringt-um-treibhausgas-neutralitaet-100.html</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich auf die von der Bundesregierung geplante Freigabe des klimaschädlichen Gases Isofluran für Laien aufmerksam machen.</p>
<p>Ferkelerzeugern soll erlaubt werden, das hypnotisch wirkende Gas Isofluran selbst zu verwenden, um männliche Ferkel bei der Kastration zu betäuben.</p>
<p>https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw26-de-ferkelbetaeubung-646390</p>
<p>Dabei hat die Branche bereits 2010 in der Brüsseler Erklärung den vollständigen Verzicht auf die Kastration von Eberferkeln angekündigt.</p>
<p>https://provieh.de/node/10532</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle auf die klimaschädlichen Eigenschaften von Narkosegasen hinweisen:</p>
<p>https://www.pharmazeutische-zeitung.de/&#8230;/narkosegase&#8230;/</p>
<p>Den Autoren zufolge schädigen freigesetzte Narkosegase das Klima etwa so wie 1 Mio PKW oder 1 Kohlekraftwerk.</p>
<p>Die Autoren dieses Artikels sehen keine Notwendigkeit, Inhalationsnarkosen zu verbieten. Umgekehrt besteht umgekehrt auch keine Notwendigkeit, weitere klimaschädliche Gase freizusetzen.</p>
<p>Die Deutsche Bundesregierung schätzt, daß ca 10 Millionen Ferkel durch Laien mit Isofluran betäubt werden könnten.</p>
<p>Vor dem ernsten Hintergrund der absehbaren Klimaveränderungen halte ich es schlicht für unverantwortlich, Isofluran für die Verwendung durch medizinische Laien freizugeben.</p>
<p>Umgekehrt lassen sich durch die Immunokastration sogar Einsparungen am CO2-Ausstoß in der Schweinemast darstellen.<br />
Die positiven Mast-Eigenschaften von Ebern werden durch die Kastration verschlechtert. Das gilt auch für die Kastration unter Isofluran … . Börge verwerten das Futter nicht so gut wie Eber.</p>
<p>Mit Imrovac behandelte Eber, also Immunokastraten oder Improvac-Eber verwerten das Futter besser als Börge. Durch die kürzere Mast sollen 3,7% CO2-Ausstoß eingespart werden können.<br />
Das würde einer Berechnung zufolge bei 20 Millionen mit Improvac behandelten Ebern 460.000.000 kg CO2 oder 240.000 PKW bedeuten.</p>
<p>Diese Zahlen sollten jeden Politiker zum Nachdenken und zu eigener Recherche anregen. Tierschutz und Klimaschutz gingen hier mal Hand in Hand … ganz ohne Verzicht.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter, Tierärztin</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-teil-3/">Alles Schwein oder was? Teil 3</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Alles Schwein oder was? Folge 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 19:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[chirurgisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ferkel]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzausschaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
<p>Die Immunokastration ist den vorliegenden Informationen nach eine günstige Methode zur Vermeidung von Ebergeruch, die die Anforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Tierschutz erfüllt.</p>
<p>In der EU steht ein zugelassener Wirkstoff zur Verfügung, der als Antigen zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Hormone führt und so die Produktion eines Teils der geruchsbildenden Stoffe unterdrückt. Gleichzeitig sind die behandelten Tiere auch weniger aggressiv als Eber. Es wurde eine Sicherheits-Impfpistole entwickelt, um versehentliche Injektionen zu vermeiden. Die Verbrauchersicherheit wurde im Zulassungsverfahren nachgewiesen.<br />
Die Immunokastration wird bereits in mehreren Ländern angewendet (wie auch die Ebermast). Der Behandlungserfolg kann leicht durch die Betriebe kontrolliert werden: die erfolgreich behandelten Tiere haben deutlich kleinere Hoden.</p>
<p>Anders als fälschlicherweise behauptet, ist diese Impfung keine hormonelle Behandlung: Improvac weist keine hormonelle Aktivität auf.</p>
<p>Die behandelten Tiere verhalten sich in der Mast ähnlich wie Eber, sind allerdings nicht so aggressiv.</p>
<p>Wie gemästete Eber, werden Improvac-Eber über die Eberfleischmaske billiger angekauft.</p>
<p>Der Grund dafür ist ein Restrisiko für Ebergeruch, und das dem der Eber ähnliche Fettsäuremuster. Folglich wären hier die gleichen Überlegungen anzustellen wie bei der Ebermast bezüglich züchterischer Auswahl und Stresseinwirkung. Das Fett enthält laut Vergleichsuntersuchungen unter 15,5% PUFA (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Damit ist das Fleisch von &#8222;Improvac-Ebern&#8220; für die Herstellung von Rohschinken geeignet.  </p>
<p>Insgesamt liegen die Kennzahlen für Leistung und Rentabilität nah bei den Ergebnissen der bisherigen Mast von Tieren, die ohne Betäubung kastriert wurden. Durch den Ablauf des Patentes für Improvac können weitere Kostensenkungen für die Immunokastration erwartet werden. </p>
<p>Die Behandlung kann mit wenig Eigeninvestition von jedem Betrieb praktisch sofort angewendet werden. </p>
<p>Tierschutzverbände bevorzugen die Immunokastration, wie auch Tierärzteverbände. Auch erste Handelsketten akzeptieren Produkte aus dem Fleisch von Immunokastraten. </p>
<p>Für die chirurgische Kastration stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: die Kastration unter Injektionsnarkose oder unter Inhalationsnarkose durch den Tierarzt und die Kastration unter lokaler Betäubung.</p>
<p>Die Nachteile der Injektionsnarkose sind der Preis und der lange Nachschlaf, der unter Wärmezufuhr überwacht werden sollte. Die Tiere können bis zu 3 Stunden nicht säugen.<br />
Dafür ist dieses Verfahren ohne größere Umstellungen sofort anwendbar und wird bislang von einigen wenigen Betrieben auch so praktiziert. </p>
<p>Die Isoflurannarkose dagegen lässt sich bislang ab einer Betriebsgröße von 150 Sauen darstellen und ist das teuerste Verfahren. Der Vorteil liegt darin, daß die Tiere sehr schnell wieder aufwachen, das Risiko für Unterkühlung minimal ist und daß die Ferkel praktisch sofort wieder säugen können. </p>
<p>Zur Durchführung wird ein spezieller Verdampfer benötigt, sowie eine Maske und eine Absaugung. Die Anschaffungskosten für die bisher verfügbaren Geräte liegen zwischen ca 3.400 und 7.900 Euro. Theoretisch könnte das Verdampfer-Modul überbetrieblich eingesetzt werden. Teile, mit denen die Ferkel in Kontakt kommen, müssten im Betrieb verbleiben. </p>
<p>Isofluran ist bekanntermaßen nur schwach analgetisch, bringt laut Studienlage bei ca 34 % der behandelten Ferkel keine ausreichende Schmerzausschaltung und bedarf somit immer zusätzlicher Schmerzmittel. Isofluran ist klimaschädlich und mit einem gewissen Arbeitsplatzrisiko behaftet.</p>
<p>Zur Validierung der Wirksamkeit der Isoflurannarkose und der bisher geplanten Geräte läuft eine Studie.<br />
Die Isoflurannarkose muß nach aktuellem Recht vom Tierarzt durchgeführt werden.</p>
<p>Sie ist wirtschaftlich und umwelttechnisch den anderen Verfahren unterlegen. Durch den geplanten Wegfall des Tierarztvorbehaltes wäre ein geringer wirtschaftlicher Vorteil auf Kosten des Tierschutzes erreicht. </p>
<p>Die Kastration unter Lokalanästhesie wird in Norwegen und Schweden durchgeführt. Es müssen zusätzliche Schmerzmittel angewendet werden. Die Studienlage erscheint etwas uneinheitlich: Studien zufolge war keine ausreichende Schmerzausschaltung und obendrein Schmerzen durch die Injektion und das Lokalanästhetikum selbst festzustellen, während andere Studien bei korrekter Anwendung von geeigneten Wirkstoffen eine gute analgetische Wirkung fanden.<br />
Die Lokalanästhesie selbst muss vom Tierarzt gesetzt werden; die Methode kann praktisch überall sofort angewendet werden.</p>
<p>Die Mast der Börge (kastrierte Ferkel) erfolgt wie bisher gemeinsam mit den weiblichen Tieren. Es sind keine weiteren Veränderungen im Management nötig. Börge werden zum normalen Preis von den Schlachthöfen angekauft.</p>
<p>Spermasexing bedeutet die Trennung von männlichen und weiblichen Spermien.<br />
Da Sauen überwiegend künstlich besamt werden, hofft man mit gesextem Sperma einfach rein weibliche Würfe zu erzeugen.<br />
Technisch wäre es möglich, weibliche und männliche Spermien zu trennen. Bisher hat jedoch kein Verfahren die Marktreife erreicht. 2012 wurde der letzte Versuch in Dänemark erfolglos beendet.<br />
Aber wie man sehen kann, bleibt es spannend: Inzwischen in Nordamerika ein Unternehmen tätig, das sich ein marktreifes Verfahren sogar noch in diesem Jahr erhofft. </p>
<p>Zusammengefasst wäre die Immunokastration wirtschaftlich, ökologisch und aus Tierschutzaspekten das optimale Verfahren.</p>
<p>Und wieder steht am Ende die Frage, warum dann noch chirurgisch kastrieren?</p>
<p>Lesen Sie bitte noch Teil 3: was hat das mit dem Klima und der Umwelt zu tun?</div>
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		<title>Alles Schwein oder was? Folge 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 12:22:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel festgeschrieben. Demzufolge dürfen wirtschaftliche Interessen nicht als Begründung dafür dienen, tierquälerische Verhaltensweisen fortzuführen. In der Brüsseler Erklärung wurde bereits 2010 erklärt, auf die chirurgische Kastration von Ferkeln ganz zu verzichten: https://www.hvnord.de/infothek/branchen/lebensmittel-einzelhandel/tierwohl/gesamter-artikel/artikel/bruesseler-erklaerung-ende-der-ferkelkastration-bis-zum-1-januar-2018.html Diese Erklärung ist immerhin im Bericht der Bundesregierung zur Ferkelkastration vom Dezember 2016 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel festgeschrieben.<br />
Demzufolge dürfen wirtschaftliche Interessen nicht als Begründung dafür dienen, tierquälerische Verhaltensweisen fortzuführen. </p>
<p>In der Brüsseler Erklärung wurde bereits 2010 erklärt, auf die chirurgische Kastration von Ferkeln ganz zu verzichten:</p>
<p>https://www.hvnord.de/infothek/branchen/lebensmittel-einzelhandel/tierwohl/gesamter-artikel/artikel/bruesseler-erklaerung-ende-der-ferkelkastration-bis-zum-1-januar-2018.html</p>
<p>Diese Erklärung ist immerhin im Bericht der Bundesregierung zur Ferkelkastration vom Dezember 2016 erwähnt worden: Zitat „Im Gegensatz zu den Erklärungen der Wirtschaft, die den vollständigen Verzicht auf die chirurgische Kastration zum Ziel haben, bleibt damit die chirurgische Kastration unter Betäubung weiter möglich.“</p>
<p>https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Tierschutz/Regierungsbericht-Ferkelkastration.pdf?__blob=publicationFile</p>
<p>In diesem Bericht sind die zum damaligen Zeitpunkt ausgewerteten Forschungsergebnisse gründlich aufgearbeitet worden.</p>
<p>So wurden verschiedene Fragen zur Ebermast, wirtschaftliche Fragen zu den Alternativen der Ferkelkastration, Marktfolgen etc. bewertet.</p>
<p>In Kurzform wäre die Ebermast ggf. mit einem niedrigeren Schlachtgewicht eine sofort umsetzbare,  ökonomisch, ökologisch und sogar aus Tierschutz-Sicht überlegene Methode. </p>
<p>Ebermast ist anspruchsvoll: Trennung der Tiere nach Geschlechtern, unterschiedliches Fütterungsmanagement von Mastsauen und Mastebern, steigende Aggressivität und Kampfverhalten der Eber zum Mastende hin erfordern besondere Aufmerksamkeit gegenüber herkömmlicher Mast. Die notwendigen Umstellungen im Umgang mit den Tieren wären zeitnah und mit relativ wenig Aufwand machbar; allerdings gilt das nicht für alle Betriebe. Es scheint ein gewisses Nord-Süd-Gefälle zu geben: im Norden Deutschlands sind die vorhandenen Gegebenheiten für eine schnelle Umstellung auf Ebermast besser geeignet. Ebermast würde sich lohnen: Eber verwerten das Futter besser und haben einen höheren Muskelfleischanteil. </p>
<p>Aktuell wird aber das Fleisch von Ebern durch die Eberfleischmaske billiger angekauft, so daß mit der Ebermast verbundene Vorteile wie höherer Muskelfleischanteil und kürzere Mastdauer sich für den Mäster nicht auszahlen. </p>
<p>Die Gründe für die schlechte Bewertung von Eberfleisch durch die Schlacht- und Verarbeitungsindustrie liegen im Risiko von Ebergeruch und in der Prozesstauglichkeit des Eberfleisches. Eber haben ein anderes Fettsäuremuster: ihr Fett enthält deutlich mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA) und ist weicher als das Fett von Sauen und Börgen. Damit ist es nicht so vielseitig zu verarbeiten.</p>
<p>Das Fettsäuremuster ist durch die Futterzusammensetzung modulierbar.</p>
<p>Das Risiko von Ebergeruch konnte man durch züchterische Maßnahmen bereits senken. </p>
<p>Durch die Fütterung lässt sich der Ebergeruch nicht verändern.<br />
Ein Risiko für Ebergeruch liegt allerdings auch im Stress, dem die Tiere ausgesetzt werden (lange Transporte, Umgang am Schlachthof, Wartezeiten mit fremden Tieren am Schlachthof).<br />
Das Fettsäuremuster ist aber durch Fütterung modulierbar. </p>
<p>Dem Tierschutzgedanken enstprechend sind die sinnvollen Forderungen hier: </p>
<p>1. Senken des Streßlevels für Tiere durch kürzere Transportstrecken zu den Schlachthöfen und stressreduzierendes Management an den Schlachthöfen<br />
2. Fütterungsmethoden und Futterzusammensetzungen, die das Fettsäuremuster in die gewünschte Richtung modulieren, und ihre Bewertung für die menschliche Ernährung des so gewonnenen Fleisches<br />
3. Geeignete Verarbeitungsverfahren und Rezepturen für das an mehrfach ungesättigten Fettsäuren reiche Eberfleisch und ihre Bewertung für die menschliche Ernährung<br />
4. Kommunikation mit dem Verbraucher: die Tiere sind kleiner, damit sind ihre Rückenabschnitte und Schinken kleiner, aber durch den höheren Muskelfleischanteil und den höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren eigentlich wertvoller</p>
<p>An dieser Stelle hätten wir dem Geist der Brüsseler Erklärung von 2010 nach, ein sinnvolles Ziel für das weitere Vorgehen in der Schweinemast erreicht. Nur ein weitgehender Verzicht auf Fleisch wäre noch tier(schutz)gerechter.</p>
<p>Die Ferkelkastration ist, wenn auch mit einer Übergangszeit, verzichtbar.<br />
Die Ebermast ist eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle und dem Tierschutz entsprechende Alternative zur Mast von Börgen. Tatsächlich steigt der Anteil der gemästeten Eber kontinuierlich in Deutschland.</p>
<p>Die ersten Handelsketten bieten Produkte mit Eberfleisch an.</p>
<p>Wozu also noch Ferkel kastrieren?</p>
<p>Richtig, die Ebermast ist nicht in allen Betrieben gleichermaßen umsetzbar … bitte lesen Sie im Teil 2, wie man dieses Problem angehen kann.</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-folge-1/">Alles Schwein oder was? Folge 1</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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