<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Der tägliche Wahnsinn | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
	<atom:link href="https://saussbachpraxis.de/category/der-taegliche-wahnsinn/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://saussbachpraxis.de</link>
	<description>&#34;Ich will, daß es Ihrem Tier gut geht.&#34;</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Aug 2018 19:24:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>

<image>
	<url>https://saussbachpraxis.de/wp-content/uploads/2020/06/cropped-facebook_logo-32x32.jpg</url>
	<title>Der tägliche Wahnsinn | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
	<link>https://saussbachpraxis.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Petition</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/petition/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/petition/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 16:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://saussbachpraxis.de/?p=645</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_0">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Heute bitte ich um Unterstützung.</p>
<p>Um diesen drastischen Filmbericht geht es, der im November 2017 ausgestrahlt wurde: <a href="https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464" target="_blank" rel="noopener">https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464</a> .</p>
<p>Auf deutschen Straßen müssen Tiertransporteure eine Reihe von Regeln einhalten. Die Fahrer müssen zum Beispiel ihre Sachkunde nachweisen. Zuwiderhandlungen haben Konsequenzen.</p>
<p>In unseren Schlachthöfen dürfen Angehörige jeder Religion schlachten. Wichtig ist nämlich, ob Schlachter ihr Handwerk beherrschen. Ihre Aufgabe ist es, Tiere so streß- und schmerzarm zu töten wie möglich. Sie werden geschult und kontrolliert. Ebenso werden ihre Werkzeuge kontrolliert.</p>
<p>Ob die gezeigten Schlachtungen in Schlachtstätten außerhalb der EU mit den Richtlinien anderer Religionen konform sind, müssen die Angehörigen der betreffenden Religion(en) ausmachen. Ich könnte das gar nicht beurteilen, selbst wenn ich wollte.</p>
<p>Was ich beurteilen kann: Die gezeigten Transporte sind nach unserem Recht tierschutzwidrig. Die Wartezeiten bzw. die Kontrollzeiten an Grenzübergängen zu Drittländern dauern zu lange. Anstatt die Tiere abzuladen, ihnen Erholung, Futter und Wasser zu geben, lässt man sie auf dem Transporter warten. Stundenlang. Tagelang. Die Schlachtkörper der Überlebenden weisen danach Zeichen der Quälerei und länger bestehende Verletzungen auf und würden bei uns mit hoher Wahrscheinlichkeit konfisziert. Die Schlachtung selbst ist tierschutzwidrig. Schlachthygiene existiert nicht, weil die Tiere sich im Todeskampf auf dem Boden winden. Für weitaus geringere Verstöße werden bei uns Betriebe gesperrt.</p>
<p>Ob ich irgendwo Urlaub mache, oder importierte Lebensmittel kaufe: ich möchte nicht in die Situation kommen, so Erzeugtes zu essen.</p>
<p>Landwirte, die man mit dem Lebens- und Leidensweg eines bei ihnen geborenen Tieres konfrontiert hatte, waren entsetzt. Müssen wir wirklich Tiere in solche Situationen schicken?</p>
<p align="left">Ich denke, das müssen wir nicht.</p>
<p align="left">So schrieb ich eine Petition an das Parlament der EU. Währenddessen machten sich KollegInnen und Tierschützer einmal mehr auf den politischen Weg und versuchten ihre Abgeordneten zum Handeln zu bewegen. Die Resonanz war teilweise ernüchternd. Sofern Abgeordnete überhaupt zeitnah antworteten, kamen vorgefertigte Standard-Texte. Also trieb ich meine Einzel-Aktion weiter.</p>
<p>Es war nicht ganz einfach, sich im Dschungel der Vorgaben zurechtzufinden. Aber wenn man sich mal eingearbeitet hat, geht es erstaunlich gut. Ich versuchte es mit einer Beschwerde wegen schlechter Verwaltungspraxis. Es gibt ja Vorschriften und sogar Urteile des Europäischen Gerichtshofes, hier ist eines aus dem Jahre 2015:</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/" target="_blank" rel="noopener">https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/</a></p>
<p>Nur werden diese Vorschriften irgendwie nicht umgesetzt.</p>
<p>Die Beschwerde wurde abgelehnt. Ich hatte einen gedanklichen Fehler in meiner Argumentation. Also erneut in den Dschungel … diesmal bekam ich tatsächlich eine Petition hin.</p>
<p>Kürzlich wurde ich informiert, daß der Petitionsausschuß sich damit beschäftigen würde. Ich bekam einen Link, um die Sitzung zu verfolgen. Man hätte mir erlaubt, als Zuschauerin teilzunehmen. Und für ganz spezielle Problemstellungen wäre es sogar möglich gewesen, mir Rederecht zu erteilen. Über all das wurde ich vorbildlich informiert … es hat eben nur seine Zeit gedauert.</p>
<p>Kurz und gut, die Kommission hatte einige Anmerkungen für mich. Aber die Petition wurde zugelassen. Das ist eine wichtige Hürde: ab jetzt kann jeder Bürger und jede Bürgerin der EU sie unterstützen.</p>
<p>Um diese Unterstützung bitte ich jetzt: Unterzeichnen Sie diese Petition, wenn Sie mit mir der Ansicht sind, daß man keine lebenden Schlachttiere in Drittländer exportieren soll:</p>
<p><a href="https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder" target="_blank" rel="noopener">https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder</a></p>
<p><a href="http://kurzelinks.de/18nt" target="_blank" rel="noopener">http://kurzelinks.de/18nt</a></p>
<p>Maren Bestmann-Auchter</p>
<p>Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/petition/">Petition</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saussbachpraxis.de/petition/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kätzchensaison</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 15:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://saussbachpraxis.de/?p=632</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_1">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Meistens ist die Arbeit einer Tierärztin eher unspektakulär, obwohl wir nahezu täglich irgendwo Leben retten.</p>
<p>Aber manchmal geschehen Dinge …</p>
<p>Das Telefon klingelte. Ich bekam ich eine wirre Geschichte von einer etwas aufgelösten Kundin zu hören.</p>
<p>Jemand habe ihrer Freundin ein Kätzchen abgekauft und unbedingt einen Schutzvertrag abschließen wollen. Das Kätzchen habe nun einen schlimmen Keim und jetzt solle die Verkäuferin alle Tierarztkosten und die Sanierung des durch das Kätzchen infizierten Katzenbestandes bezahlen. Die Käuferin drohte, das Veterinäramt einzuschalten und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, bis hin zur kostenpflichtigen Verbringung des Kätzchens in eine Quarantänestation, Tierheim oder was immer … Hauptsache es würde für die Verkäuferin teuer und unangenehm.</p>
<p>Da hatte sich aber jemand gewaltig aufgeplustert. Und meine Kundin klang ganz so, als würde sie sich wirklich bedroht fühlen. Sie konnte sich gar nicht beruhigen.</p>
<p>Stutzig wurde ich beim „Schutzvertrag“, den die Käuferin ausdrücklich verlangt hatte.</p>
<p>Schutzverträge werden normalerweise von Tierheimen verwendet, um sicherzustellen, daß das Tier im Zweifel auch wieder an das Tierheim zurück gegeben wird.</p>
<p>So sagte ich der Kundin, natürlich nicht ohne den Hinweis, daß ich eben keine Juristin bin.</p>
<p>Dann riet ich ihr, die Untersuchungsbefunde in schriftlicher Form einzufordern. Sie nannte mir daraufhin den Tierarzt, der das Tier angeblich untersucht haben sollte. Ich hätte gerne „kurzen Dienstweg“ benutzt, aber ich konnte diesen Kollegen im Internet nicht finden. Das ist in der heutigen Zeit dann doch ungewöhnlich. Da ich nicht sicher sein konnte, ob ich den Namen richtig geschrieben, oder ob meine Kundin den überhaupt richtig übermittelt hatte, ließ ich die Suche sein. Aber ich gewann immer mehr den Eindruck, als würde da jemand nicht die Wahrheit sagen …</p>
<p>Ich empfahl meiner Kundin außerdem ein Gegengutachten: ihre Freundin sollte das Kätzchen in einer Praxis oder Klinik eigener Wahl untersuchen lassen. Meiner Einschätzung nach hatte sie als private Verkäuferin eigentlich nichts zu fürchten. Es ging mir vor allem darum, sicherzustellen, daß dem Kitten wirklich nichts fehlte. Und sollte es die angebliche Infektion tatsächlich geben, würde man sich eben damit auseinandersetzen und eine Behandlung einleiten.</p>
<p>Allerdings waren die beiden Frauen inzwischen entschlossen, das Kätzchen wieder zurückzuholen. Die Käuferin hatte sich so dargestellt, daß sie für das Wohlbefinden des Tieres fürchteten.</p>
<p>Viel später erfuhr ich, wie es weitergegangen war.</p>
<p>Die Katzenverkäuferin hatte gleich 2 Männer geschickt, das Kätzchen zurückzuholen. Die Verhältnisse dort waren eher unsauber. Das Kätzchen wurde ganz allein in einem Heizungskeller gehalten.</p>
<p>Für die Käuferin kam dann sowieso alles ganz anders: Das Veterinäramt und der Tierschutz waren wirklich eingeschaltet worden. Nur eben nicht von ihr, sondern von der Verkäuferin. Die Beamten und der Tierschutz sollten sowohl das Haus der Käuferin als auch das Kätzchen in Augenschein nehmen. Daraus sollte noch ein Nachspiel werden.</p>
<p>Die Käuferin konnte den Laborbefund nicht vorlegen, der sei „noch nicht gekommen“. Sie hatte einen weiteren Tierarzt genannt. Den gibt es nun wirklich, aber der hatte das Kätzchen niemals gesehen, geschweige denn eine Laboruntersuchung dazu beauftragt.</p>
<p>Eine Untersuchung fand natürlich trotzdem statt: das fragliche Kitten und seine Geschwisterchen mussten eine Untersuchung über sich ergehen lassen. Sicherheitshalber. Wundert es noch jemanden, daß kein einziges infiziert war?</p>
<p>Vermutlich hatte hier jemand eine Betrugsmasche entwickelt, die wir einfach noch nicht gekannt haben.</p>
<p>Ab jetzt ist das anders.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="js_c" dir="ltr">
<p>Maren Bestmann-Auchter                                                                                                                                                                           Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/">Kätzchensaison</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kätzchensaison</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-1/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-1/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jul 2018 16:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tierarztpraxis-am-saussbach.de/?p=549</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_2">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Neulich in der Tierarztpraxis &#8230; so können sehr viele Geschichten beginnen. Begleiten Sie mich heute in eine dieser Erinnerungen?</p>
<div id="js_c" dir="ltr">
<p>&#8230; saß ein kleines Kätzchen auf dem Tisch: mager, verfloht, frisch von der Mutter weg. Es sollte ein Rassekätzchen sein. Meiner Meinung nach war es ein wenig zu bescheiden entwickelt.</p>
<p>Die Besitzerin hatte es um eine nicht unerhebliche Summe gekauft. Ihre Freundin hatte bei der Gelegenheit ein Geschwisterchen genommen. Man hatte gleich gemerkt, daß die Kitten verfloht waren. Und war deswegen noch auf dem Heimweg bei mir vorbei gefahren.</p>
<p>Nachdem es gerade keine Bauernhofkätzchen gab, sollten es Rassekätzchen aus einer „privaten Hobbyzucht“ werden. Die hatte man in den Kleinanzeigen entdeckt. Die Kätzchen sollten 8 Wochen alt sein, geimpft und entwurmt. Als während des Verkaufsgesprächs auf dem einen Kätzchen Flöhe entdeckt wurden, sagte die Verkäuferin nur: ein Flohmittel sei gerade aufgebracht worden. Die Tiere hatten einen Impfpass mit dem Stempel einer namhaften Kleintierpraxis dabei. Abstammungspapiere gab es nicht. Einen Kaufvertrag gab es auch nicht &#8211; oder zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt: Name und Adresse der Verkäuferin fehlten.<br />
Die beiden Frauen hatten beim Kauf der Kätzchen den Eindruck, daß es sich nicht nur um eine „Hobbyzucht“ handelte. Insgesamt sei es nicht sehr sauber gewesen. Und Hundewelpen hätte man wohl auch gesehen …</p>
<p>Nach der Untersuchung der Kätzchen war der medizinische Teil schnell erledigt. Mit vernünftigem Futter entwickelten sie sich später gut, und sie sind an ihren beiden Wirkungsorten geliebte Familienmitglieder.</p>
<p>Was war falsch, warum schreibe ich das hier?</p>
<p>a) Die Kätzchen waren zu jung. Verhaltensexperten sind einig, daß man eine Jungkatze 12 Wochen oder länger bei der Mutter lassen sollte. Nur in Ausnahmefällen kann man davon abweichen. Diese Ausnahmefälle sind neben medizinischen Situationen auch tierschutzrelevante Unterbringung bzw. Vernachlässigung.</p>
<p>b) Mit hoher Wahrscheinlichkeit war die beschriebene Zucht keine Hobbyzucht. Tatsächlich gibt es dafür sogar rechtliche Regelungen. Ab einer bestimmten Zahl von Tieren und Würfen/Jahr ist eine Zucht gewerblich. Dann muß die Betriebsstätte beim Veterinäramt gemeldet werden und die Gewinne sind zu versteuern. Der gewerbliche Verkäufer muß außerdem handelsrechtliche Vorschriften einhalten (ja, es klingt böse, Handel mit Tieren. Aber was bitte ist es denn sonst, wenn ein Tier gegen Geld übergeben wird? Dann ist es auch absolut berechtigt, dem Verkäufer Pflichten aufzuerlegen.)</p>
<p>c) Was genau steckt hinter dem Begriff &#8222;ohne Papiere&#8220;? Tiere mit kleinen Fehlern (Farbfehler etc.) werden auch von seriösen Züchtern ein wenig günstiger abgegeben. Sie werden wegen des Preises auch gern gekauft. Die meisten Käufer wollen nicht züchten und benötigen daher keine Papiere. Üblicherweise geht man davon aus, daß ein Tier auch ohne Papiere unter Einhaltung der Tierschutzvorschriften gezüchtet und liebevoll aufgezogen wurde. Zuchtvereine erlauben ihren Züchtern nicht, mit Hund und Katze jährlich oder sogar mehrmals im Jahr zu züchten. Aber ohne einen Nachweis weiß man nicht, ob der Züchter wirklich ordnungsgemäß gemeldet ist, oder ob er wirklich den Abstand zwischen den Würfen einhält. Natürlich verkauft auch der Hobbyzüchter &#8222;ohne Papiere&#8220;. Er hat ja keine. Gewissenlose Vermehrer und Welpenschmuggler verkaufen sehr häufig auch &#8222;ohne Papiere&#8220;, nach meinen Erfahrungen auch ohne einen vernünftigen Kaufvertrag.</p>
<p>d) Die Kätzchen waren 8 Wochen alt, und sie sollten bereits entwurmt, geimpft, entfloht worden sein. Das ist sogar mir ein bisschen zuviel &#8230; vermutlich ist gar nichts gemacht worden. Und ja, Papiere und Stempel kann man fälschen &#8230;</p>
<p>Zu guter Letzt</p>
<p>Wie erkennen Sie beim Tierkauf Betrüger? Lesen Sie die Hinweise von Tierschutzvereinen, Zuchtvereinen und nicht zuletzt der Tierärzteschaft. Alle 3 Gruppen haben eigene Veröffentlichungen: „woran erkenne ich einen guten Züchter“. Befolgen Sie diese Ratschläge. Kaufen Sie nie aus dem Bauch heraus oder aus Mitleid. Kaufen Sie nie an irgendeinem Übergabeort (Parkplatz) oder in einer ansonsten leeren Wohnung. Wenn Sie keine ordentliche Quittung oder keinen Kaufvertrag bekommen, schreiben Sie Adresse, Namen, Telefonnummer auf. Wenn jemand auf einem Parkplatz Tiere anbietet, schreiben Sie Fahrzeugdaten und Kennzeichen auf. Oder machen Sie ein Foto.</p>
<p>Aus Mitleid helfen Sie den Tieren viel besser, indem Sie die Polizei zum Verkaufs- oder Übergabeort schicken. Dann wird nämlich aufgeräumt. Alle Tiere werden sofort tierärztlich versorgt, und nicht nur das von Ihnen ausgesuchte. Sie können die Tierärztin, oder den Tierarzt Ihres Vertrauens VOR dem Kauf direkt fragen. Es ist bei Kleintieren nicht so üblich, aber Sie können eine Ankaufsuntersuchung machen lassen. Das ist z.B. beim Pferdekauf so üblich. Die Kosten dafür sind gut angelegt, wenn man ein gesundes Tier möchte.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter                                                                                                                                                                           Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-1/">Kätzchensaison</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Krimi in der Kleinstadt</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/krimi-in-der-kleinstadt/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/krimi-in-der-kleinstadt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jul 2018 06:49:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tierarztpraxis-am-saussbach.de/?p=532</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_3">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es geschieht an einem Samstagvormittag voller Samstagvormittags-Jobs. Auch für eine Tierärztin ist es üblicherweise das bisschen Haushalt, ein intensives Date mit der Waschmaschine und dem Trockner, ein paar Einkäufe, 2 Stationskatzen &#8230; und dann wäre da noch ein hübsches Strickstück, zusammen mit der Hoffnung auf ein bisschen Sonne. Nicht ganz. Ich habe die Rechnung ohne die kriminelle Energie und ohne die Naivität einiger Zeitgenossen gemacht.</p>
<p>Das Telefon klingelt. Eine Frau schildert mir eine Szene, die sie gerade auf dem Parkplatz eines Discounters beobachtet:</p>
<p>An einem Fahrzeug stehen ein paar Personen und diskutieren etwas. Der interessante Gegenstand scheint sich im Kofferraum zu befinden, wo alle hineinschauen. In der Nähe spielt ein Kind. Auf dem Parkplatz herrscht das übliche Treiben. Wie üblich ist am Samstagvormittag viel los. Fahrzeuge werden geparkt, Menschen holen sich Einkaufswagen oder kommen mit vollen Wagen aus dem Laden. Vor der kleinen Bäckereifiliale befindet sich eine kleine Sitzgruppe. Dort haben sich ein paar Leute für einen kleinen Plausch niedergesetzt. Die kleine Gruppe am Fahrzeug mit der offenen Heckklappe fällt niemandem auf.</p>
<p>Dann wird aus dem Kofferraum plötzlich etwas herausgehoben. Die junge Frau erkennt einen kleinen Welpen &#8230; und noch einen. Offenkundig wird man einig: einer der beiden Welpen soll den Besitzer wechseln. Eine Frau geht zum Geldautomaten. Sie geht schnell zur Gruppe zurück und übergibt das Geld. Kurz darauf packt sie den Welpen ihrer Wahl in ihr Auto.</p>
<p>Jetzt unterbreche ich die junge Frau und bitte sie, mit ihrem Handy Fotos von den Fahrzeugen zu machen. Ich rufe die Polizei an und schildere den Fall. Der Beamte sagt mir zu, sich sofort zu kümmern.</p>
<p>Ich setze mich ins Auto, obwohl eigentlich schon alles zu spät sein muss.</p>
<p>Der entscheidende Faktor ist die Zeit. Diese Form des Handels wird in wenigen Minuten abgewickelt. Und zwar zu jeder beliebigen Zeit, an jedem beliebigen Ort. In kurzfristig gemieteten Wohnungen, auf Parkplätzen. In ganz Deutschland. Käufer und Verkäufer finden sich im Internet und machen einen Treffpunkt aus. Dann gibt es nur ein paar Worte, ein Blick, der Gang zum Geldautomaten &#8230; Übergabe und fertig. Im schlimmsten Fall bringen sich die Käufer sogar in Gefahr, indem sie mit Bargeld an abgelegene Übergabeplätze fahren.</p>
<p>Tatsächlich ist auf dem Parkplatz nur noch die Zeugin. Käufer und Verkäufer sind längst weg (das Fahrzeug mit dem Verkäufer habe ich sogar noch auf der Straße gesehen). Die Zivilstreife, die sich der Sache angenommen hatte, ist für uns nicht zu entdecken. Viel später soll ich erfahren, wie die Sache ausgegangen ist &#8230; .</p>
<p>Aber diese Geschichte soll hier enden mit dem Gefühl, daß man bei einem solchen Kauf sehr wohl beobachtet werden kann und daß es Konsequenzen gibt.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br />
Tierärztin</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/krimi-in-der-kleinstadt/">Krimi in der Kleinstadt</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saussbachpraxis.de/krimi-in-der-kleinstadt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atemlos im Körbchen, Folge 3</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 11:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://tierarztpraxis-am-saussbach.de/?p=167</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_4">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mit Logik ist nicht zu erklären, daß ein Zustand, der uns normalerweise beunruhigen würde, bei einigen Tieren normal und erwünscht sein soll. </strong>Sehen Sie dazu auch <a href="https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen-folge-1/">Folge 1</a> und <a href="https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen-2/">Folge</a> 2.</p>
<p>Diese Tiere entsprechen dem Kindchenschema mit stark verkleinertem Gesicht, relativ groß wirkendem Schädel und groß wirkenden Augen.<br />
Mit der Behauptung, das freundliche Blubbern und Schnarchen sei normal, oder der Hund schnurre wie eine Katze wird verschleiert, daß die hörbare Atmung ein Anzeichen für lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme ist.</p>
<p>Auf tierärztliche Intervention werden entsprechende Werbevideos von Züchtern nach und nach aus dem Netz genommen. Aber immer noch gibt es Unternehmen, die diese Rassen in ihrer Werbung verwenden. Immer noch gibt es sogar gebildete Menschen, denen diese Mode und das Kindchenschema wichtiger ist, als das Leiden der Tiere.</p>
<p>Der Konflikt zwischen Tierärzten und Züchtern verschiedener problembeladener Rassen schwelt schon lange. Der Begriff Qualzucht wurde schon vor meinem Studium geprägt.</p>
<p>Dieser Konflikt ist längst ein Nebenschauplatz.</p>
<p>Es scheint inzwischen egal, was verantwortungsbewusste Züchter mühsam erarbeiten.</p>
<p>Wir sind hier unmittelbar am nächsten Problem: die Zahl der vorhandenen brachyzephalen Tiere beträgt ein Vielfaches der von deutschen Züchtern gemeldeten Tiere aus Würfen brachyzephaler Rassen. Die Dunkelziffer ist kaum kalkulierbar.</p>
<p>Wie kommt das?</p>
<p>Hier stehen wir gemeinsam am Abgrund: wenn der deutsche Qualitätszüchter nicht liefert, kauft der Kunde eben woanders bequemer, schneller und billiger. Nicht registrierte &#8222;Vermehrer&#8220; oder sogenannte „Dissidenzzüchter“ ersparen sich die Gebühren der Zuchtvereine und viele teure Untersuchungen. Teilweise werden eigene Zuchtvereine gegründet, die eine gewisse Qualität vorspiegeln. Aber tatsächlich werden vom VDH als Dachverband der deutschen Hundezuchtvereine vorgegebene sinnvolle Anforderungen eben nicht oder nicht immer eingehalten.</p>
<p>Wer ein solches Tier will, fragt den Tierarzt gar nicht erst und ist in der Regel auch nicht bereit, die bei einem Qualitätszüchter immer auftretende Wartezeit bis zur Abgabereife „seines Welpen“ abzuwarten.<br />
Für den ganz eiligen Kunden und den unüberlegten Kauf gedacht, bringen Schmuggelbanden massenhaft unter übelsten Bedingungen erzeugte und extrem überzüchtete Tiere ins Land. Besonders beliebt sind natürlich die teuren Moderassen. Dazu gehören auch die brachyzephalen Rassen, die besonders stark dem Kindchenschema entsprechen.</p>
<p><strong>Die Folgen sind kaum absehbar und kosten jetzt schon die Allgemeinheit erhebliche Geldsummen.</strong></p>
<p>Werden illegale Transporte abgefangen, müssen die Tiere nach deutschem Tierschutzrecht versorgt und behandelt werden. Nach der amtstierärztlichen Untersuchung und Durchführung aller Maßnahmen bleibt pro Tier eine Rechnung in 3-4stelliger Höhe offen, die von den Transporteuren nicht bezahlt wird. Theoretisch könnten die Händler die Tiere zurückfordern, wenn sie die Rechnungen bezahlen würden – tatsächlich denken die gar nicht daran. Die Welpen werden in ihren Herkunftsländern so billig erzeugt, daß man beschlagnahmte Fracht einfach abschreibt.<br />
Die Sicherungsleistungen, die den Transporteuren abverlangt werden, und der spätere Verkauf der Überlebenden decken die Kosten nicht mal ansatzweise. So bleiben die Kosten bei den Landkreisen, in denen die Transporte abgefangen werden und damit beim Steuerzahler.<br />
Die überlebenden Tiere müssen in der Regel zunächst unter Quarantäne gestellt werden, da sie zu jung sind, um einen wirksamen Tollwutschutz mitzubringen. Das kostet mehr als die normale Unterbringung: Die beauftragten Tierschutzvereine und ihre Einrichtungen müssen hohe Anforderungen erfüllen.<br />
Dadurch werden alle Kapazitäten so stark belastet, daß für echte Fundtiere aus dem Inland zeitweise kein Platz mehr ist. Im Herbst 2017 habe ich diesen Zustand das 2. Jahr erlebt … und es steht leider zu erwarten, daß der kommende Herbst wieder zu Lasten der echten einheimischen Fundtiere geht.</p>
<p><strong>Die Kontrollen und das Abfangen solcher Schmuggeltransporte aufzugeben, ist keine Option.</strong></p>
<p>Die Transporte zielen naturgemäß auf die Ballungsgebiete. In den Herkunftsländern gibt es allerlei Erkrankungen. Ich nenne hier die Tollwut als auch für Menschen gefährliche Virusinfektion. Viele Tiere sind mit Staupe und Parvovirose infiziert und können damit eine Gefahr für noch ungeimpfte Welpen und für die Tiere von Personen werden, die nicht impfen lassen. Viele Schmuggelwelpen sind von Parasiten befallen und insgesamt unterversorgt und geschwächt.</p>
<p>Etliche Schmuggeltransporte rutschen trotzdem durch. Die Tiere, die dann noch leben, werden über diverse Kleinanzeigenportale ohne große Kosten angeboten und möglichst schnell verkauft. Verkauft wird überall: in angemieteten Ferienwohnungen, auf Parkplätzen von Supermärkten mit Geldautomaten, auf Autobahnparkplätzen … beliebt ist alles, was Anonymität und schnelles Verschwinden ermöglicht.</p>
<p>Die Käufer tragen selbst ein erhebliches finanzielles Risiko und tatsächlich auch ein gewisses Gesundheitsrisiko. Schwer vorherzusagen ist, was aus einem die ersten Wochen reizarm aufgezogenen Welpen wird. Seine Entwicklung hängt davon ab, ob er rechtzeitig so gefördert werden kann, daß er zu einem sozialverträglichen Hund und nicht zu einer tickenden Zeitbombe heranwächst. Die Käufer fördern durch ihre Käufe unqualifizierte und tierquälerische Vermehrung. Damit erschweren sie eine züchterische Bearbeitung dieser Rassen.</p>
<p>Trotzdem sind auch die Käufer solcher Tiere Betrogene. Ihnen wird eine seriöse Zucht vorgespiegelt. Ihnen wird vorgespiegelt, daß die Tiere schon ein paar Untersuchungen hinter sich hätten und entwurmt und geimpft seien. Teilweise fahren sie weite Strecken, nur um an einer grade eben angemieteten Wohnung zu landen. Gerne wird auch behauptet, es sei der letzte Welpe, der dem Verkäufer schon ans Herz gewachsen sei &#8230; oder es gäbe noch andere Interessenten und man müsse sich schon schnell entscheiden. Manchmal sind Impfpässe und andere Dokumente gefälscht. Fast nie gibt es einen Kaufvertrag, auf dem Name und Adresse des Verkäufers sichtbar sind. In solchen Fällen wäre es tatsächlich besser, aus der Reise zum Abholen des Welpen einen Kurztrip in eine reizvolle Gegend zu machen und das Geld zu behalten.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter, Tierärztin</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen/">Atemlos im Körbchen, Folge 3</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
