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	<title>Politik | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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	<description>&#34;Ich will, daß es Ihrem Tier gut geht.&#34;</description>
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	<title>Politik | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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		<title>Das Tier ist jetzt safe &#8211; warum dieser Satz gefährlich werden kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 11:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<p>„<b>Das Tier ist jetzt safe“ – warum dieser Satz gefährlich sein kann</b></p>
<p><i><b>aus der Reihe „Wenn Tiere reisen“</b></i></p>
<p>„Es zählt doch nur, dass mein Tier jetzt sicher bei mir angekommen ist“, lese ich gelegentlich.</p>
<p>Manchmal ist der Hintergrund, dass sich jemand im Urlaub in das Tier verliebt hat. Oder dass jemand dieses Tier aus einer misslichen Situation retten will. Meistens ist die Zeit knapp. Der Urlaub endet. Das Wetter ist schlecht. Das Tier ist krank. Es ist niemand erreichbar …</p>
<p>Also fragt man, was leicht erreichbar ist: das Internet. Und dort findet man eben auch Informationen, die den Transport im Kofferraum als lässliche Sünde erscheinen lassen. Die schlicht falsch sind.</p>
<p>Aber was ist geltendes Recht?</p>
<p>Die EU-Verordnungen 576/2013 und 2016/429 legen fest, dass Hunde, Katzen und Frettchen nur unter bestimmten Voraussetzungen in einen Mitgliedsstaat verbracht werden dürfen. Das EU-Recht muss von den Mitgliedsstaaten national umgesetzt werden. Folgende Bedingungen sind einzuhalten:</p>
<p>1. Das Tier muss eindeutig gekennzeichnet sein, mit einem Mikrochip gemäß ISO-Norm</p>
<p>2. Es muss gegen Tollwut geimpft sein, dokumentiert im EU-Heimtierausweis. Die Impfung darf nicht weniger als 21 Tage alt und auch nicht abgelaufen sein.</p>
<p>3. Bei Reisen aus Drittländern muss häufig zusätzlich ein EU-Gesundheitszeugnis ausgestellt werden durch einen Amtstierarzt.</p>
<p>Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, riskiert die transportierende Person viel: Zurückweisung, Quarantäne, hohe Kosten und vielleicht sogar die Einschläferung des Tieres.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind ungeimpfte Tiere wirklich so gefährlich?</p>
<p>Es geht um Tollwut, oder auch „klassische Tollwut“ bei Säugetieren. Die Krankheit verläuft tödlich.</p>
<p>Tollwut als gefährliche Tierseuche wird überwacht und bekämpft. Deutschland ist seit Jahren tollwutfrei. Weltweit ist die Situation jedoch anders: Zehntausende Menschen sterben jährlich durch Tollwut, die überwiegend von Hunden übertragen wurde. Auch in Teilen Südosteuropas und der Türkei kommt die Tollwut noch vor.</p>
<p>Ohne gültigen Tollwutstatus importierte Tiere sind also nicht nur ein theoretisches Risiko. Sie bringen reale Folgen für Menschen, andere Tiere und öffentliche Gesundheitssysteme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kein theoretisches Risiko – reale Fälle</p>
<p>2014 nahm ein Mann einen Hund aus Ungarn mit nach Frankreich. Ohne Kennzeichnung, ohne Registrierung, ohne Impfung ging die Reise quer durch Europa. Später wurde der Hund – ungeimpft &#8211; mit nach Nordafrika genommen. Dort infizierte sich der Hund mit dem Tollwut-Virus. Nach der Rückkehr nach Frankreich wurde der Hund krank.</p>
<p>Vor seinem Tod hatte er Kontakt zu mehreren Menschen und Tieren, die dringend gefunden und behandelt werden mussten.</p>
<p>2021 wurde bei einem illegal nach Deutschland verbrachten Welpen Tollwut festgestellt.</p>
<p>Im Jahr 2023 wurden in der EU 31 infizierte Füchse gefunden, alle in Osteuropa.</p>
<p>Vor allem das Beispiel aus Frankreich macht eins deutlich: infizierte Tiere können das Virus weit verbreiten, bevor sie erkranken oder die Erkrankung richtig eingeordnet wird. Kontaktpersonen können und müssen mit einer postexpositionellen Behandlung vor dem Ausbruch der Krankheit gerettet werden. Tiere müssen nach Kontakt auf ihren Impfstatus überprüft, in Quarantäne verbracht oder getötet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie groß ist das Risiko wirklich?</p>
<p>EU-weit wurden im Jahr 2023 knapp 3500 lebende Tiere beschlagnahmt, die ohne gültige Papiere oder Tollwutimpfung transportiert worden waren. Im ersten Halbjahr 2025 handelte es sich allein in Deutschland um 369 Tiere.</p>
<p>Wie viele nicht entdeckt wurden, wissen wir nicht. Die EU schätzt den Handelsumfang mit Hunden und Katzen in der EU auf 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Ca 60% der Käufer kaufen online.</p>
<p>Tatsächlich sind illegaler Tierhandel und Landtransporte ein ungelöstes Problem. Welpentransporte auf dem Landweg sind schwer zu erkennen. An EU-Binnengrenzen finden gemäß dem Schengener Abkommen keine systematischen Kontrollen von EU-Bürgern statt.</p>
<p>Niemand will die Grenzkontrollen wieder haben.</p>
<p>Aber viele nutzen die Möglichkeiten des Schengener Abkommens für ihre eigenen Zwecke: der Handel mit geschmuggelten Welpen boomt.</p>
<p>Was können wir tun?</p>
<p>Diese Lücken erfordern bessere Instrumente, wie interoperable Mikrochip-Datenbanken und Meldepflichten.</p>
<p>Das europäische Parlament hat sich auf die Verbesserung längst bekannter und anerkannter Regeln geeinigt, die auch viele Tierschützer und Tierärzte fordern. Dazu gehören Kennzeichnungs- und Registerpflichten. Wie man unschwer erkennt, ist die Tollwut-Bekämpfung hier nur ein Aspekt.</p>
<p>Aber das &#8230; ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Der wichtigere Aspekt ist Information. Deswegen schrieb ich diesen Beitrag.</p></div>
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		<title>Alles Schwein oder was? Teil 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 23:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Isofluran]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschädlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
<p>https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/klimaschutz-konferenz-bonn-eu-ringt-um-treibhausgas-neutralitaet-100.html</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich auf die von der Bundesregierung geplante Freigabe des klimaschädlichen Gases Isofluran für Laien aufmerksam machen.</p>
<p>Ferkelerzeugern soll erlaubt werden, das hypnotisch wirkende Gas Isofluran selbst zu verwenden, um männliche Ferkel bei der Kastration zu betäuben.</p>
<p>https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw26-de-ferkelbetaeubung-646390</p>
<p>Dabei hat die Branche bereits 2010 in der Brüsseler Erklärung den vollständigen Verzicht auf die Kastration von Eberferkeln angekündigt.</p>
<p>https://provieh.de/node/10532</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle auf die klimaschädlichen Eigenschaften von Narkosegasen hinweisen:</p>
<p>https://www.pharmazeutische-zeitung.de/&#8230;/narkosegase&#8230;/</p>
<p>Den Autoren zufolge schädigen freigesetzte Narkosegase das Klima etwa so wie 1 Mio PKW oder 1 Kohlekraftwerk.</p>
<p>Die Autoren dieses Artikels sehen keine Notwendigkeit, Inhalationsnarkosen zu verbieten. Umgekehrt besteht umgekehrt auch keine Notwendigkeit, weitere klimaschädliche Gase freizusetzen.</p>
<p>Die Deutsche Bundesregierung schätzt, daß ca 10 Millionen Ferkel durch Laien mit Isofluran betäubt werden könnten.</p>
<p>Vor dem ernsten Hintergrund der absehbaren Klimaveränderungen halte ich es schlicht für unverantwortlich, Isofluran für die Verwendung durch medizinische Laien freizugeben.</p>
<p>Umgekehrt lassen sich durch die Immunokastration sogar Einsparungen am CO2-Ausstoß in der Schweinemast darstellen.<br />
Die positiven Mast-Eigenschaften von Ebern werden durch die Kastration verschlechtert. Das gilt auch für die Kastration unter Isofluran … . Börge verwerten das Futter nicht so gut wie Eber.</p>
<p>Mit Imrovac behandelte Eber, also Immunokastraten oder Improvac-Eber verwerten das Futter besser als Börge. Durch die kürzere Mast sollen 3,7% CO2-Ausstoß eingespart werden können.<br />
Das würde einer Berechnung zufolge bei 20 Millionen mit Improvac behandelten Ebern 460.000.000 kg CO2 oder 240.000 PKW bedeuten.</p>
<p>Diese Zahlen sollten jeden Politiker zum Nachdenken und zu eigener Recherche anregen. Tierschutz und Klimaschutz gingen hier mal Hand in Hand … ganz ohne Verzicht.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter, Tierärztin</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-teil-3/">Alles Schwein oder was? Teil 3</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Alles Schwein oder was? Folge 2</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 19:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[chirurgisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ferkel]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzausschaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
<p>Die Immunokastration ist den vorliegenden Informationen nach eine günstige Methode zur Vermeidung von Ebergeruch, die die Anforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Tierschutz erfüllt.</p>
<p>In der EU steht ein zugelassener Wirkstoff zur Verfügung, der als Antigen zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Hormone führt und so die Produktion eines Teils der geruchsbildenden Stoffe unterdrückt. Gleichzeitig sind die behandelten Tiere auch weniger aggressiv als Eber. Es wurde eine Sicherheits-Impfpistole entwickelt, um versehentliche Injektionen zu vermeiden. Die Verbrauchersicherheit wurde im Zulassungsverfahren nachgewiesen.<br />
Die Immunokastration wird bereits in mehreren Ländern angewendet (wie auch die Ebermast). Der Behandlungserfolg kann leicht durch die Betriebe kontrolliert werden: die erfolgreich behandelten Tiere haben deutlich kleinere Hoden.</p>
<p>Anders als fälschlicherweise behauptet, ist diese Impfung keine hormonelle Behandlung: Improvac weist keine hormonelle Aktivität auf.</p>
<p>Die behandelten Tiere verhalten sich in der Mast ähnlich wie Eber, sind allerdings nicht so aggressiv.</p>
<p>Wie gemästete Eber, werden Improvac-Eber über die Eberfleischmaske billiger angekauft.</p>
<p>Der Grund dafür ist ein Restrisiko für Ebergeruch, und das dem der Eber ähnliche Fettsäuremuster. Folglich wären hier die gleichen Überlegungen anzustellen wie bei der Ebermast bezüglich züchterischer Auswahl und Stresseinwirkung. Das Fett enthält laut Vergleichsuntersuchungen unter 15,5% PUFA (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Damit ist das Fleisch von &#8222;Improvac-Ebern&#8220; für die Herstellung von Rohschinken geeignet.  </p>
<p>Insgesamt liegen die Kennzahlen für Leistung und Rentabilität nah bei den Ergebnissen der bisherigen Mast von Tieren, die ohne Betäubung kastriert wurden. Durch den Ablauf des Patentes für Improvac können weitere Kostensenkungen für die Immunokastration erwartet werden. </p>
<p>Die Behandlung kann mit wenig Eigeninvestition von jedem Betrieb praktisch sofort angewendet werden. </p>
<p>Tierschutzverbände bevorzugen die Immunokastration, wie auch Tierärzteverbände. Auch erste Handelsketten akzeptieren Produkte aus dem Fleisch von Immunokastraten. </p>
<p>Für die chirurgische Kastration stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: die Kastration unter Injektionsnarkose oder unter Inhalationsnarkose durch den Tierarzt und die Kastration unter lokaler Betäubung.</p>
<p>Die Nachteile der Injektionsnarkose sind der Preis und der lange Nachschlaf, der unter Wärmezufuhr überwacht werden sollte. Die Tiere können bis zu 3 Stunden nicht säugen.<br />
Dafür ist dieses Verfahren ohne größere Umstellungen sofort anwendbar und wird bislang von einigen wenigen Betrieben auch so praktiziert. </p>
<p>Die Isoflurannarkose dagegen lässt sich bislang ab einer Betriebsgröße von 150 Sauen darstellen und ist das teuerste Verfahren. Der Vorteil liegt darin, daß die Tiere sehr schnell wieder aufwachen, das Risiko für Unterkühlung minimal ist und daß die Ferkel praktisch sofort wieder säugen können. </p>
<p>Zur Durchführung wird ein spezieller Verdampfer benötigt, sowie eine Maske und eine Absaugung. Die Anschaffungskosten für die bisher verfügbaren Geräte liegen zwischen ca 3.400 und 7.900 Euro. Theoretisch könnte das Verdampfer-Modul überbetrieblich eingesetzt werden. Teile, mit denen die Ferkel in Kontakt kommen, müssten im Betrieb verbleiben. </p>
<p>Isofluran ist bekanntermaßen nur schwach analgetisch, bringt laut Studienlage bei ca 34 % der behandelten Ferkel keine ausreichende Schmerzausschaltung und bedarf somit immer zusätzlicher Schmerzmittel. Isofluran ist klimaschädlich und mit einem gewissen Arbeitsplatzrisiko behaftet.</p>
<p>Zur Validierung der Wirksamkeit der Isoflurannarkose und der bisher geplanten Geräte läuft eine Studie.<br />
Die Isoflurannarkose muß nach aktuellem Recht vom Tierarzt durchgeführt werden.</p>
<p>Sie ist wirtschaftlich und umwelttechnisch den anderen Verfahren unterlegen. Durch den geplanten Wegfall des Tierarztvorbehaltes wäre ein geringer wirtschaftlicher Vorteil auf Kosten des Tierschutzes erreicht. </p>
<p>Die Kastration unter Lokalanästhesie wird in Norwegen und Schweden durchgeführt. Es müssen zusätzliche Schmerzmittel angewendet werden. Die Studienlage erscheint etwas uneinheitlich: Studien zufolge war keine ausreichende Schmerzausschaltung und obendrein Schmerzen durch die Injektion und das Lokalanästhetikum selbst festzustellen, während andere Studien bei korrekter Anwendung von geeigneten Wirkstoffen eine gute analgetische Wirkung fanden.<br />
Die Lokalanästhesie selbst muss vom Tierarzt gesetzt werden; die Methode kann praktisch überall sofort angewendet werden.</p>
<p>Die Mast der Börge (kastrierte Ferkel) erfolgt wie bisher gemeinsam mit den weiblichen Tieren. Es sind keine weiteren Veränderungen im Management nötig. Börge werden zum normalen Preis von den Schlachthöfen angekauft.</p>
<p>Spermasexing bedeutet die Trennung von männlichen und weiblichen Spermien.<br />
Da Sauen überwiegend künstlich besamt werden, hofft man mit gesextem Sperma einfach rein weibliche Würfe zu erzeugen.<br />
Technisch wäre es möglich, weibliche und männliche Spermien zu trennen. Bisher hat jedoch kein Verfahren die Marktreife erreicht. 2012 wurde der letzte Versuch in Dänemark erfolglos beendet.<br />
Aber wie man sehen kann, bleibt es spannend: Inzwischen in Nordamerika ein Unternehmen tätig, das sich ein marktreifes Verfahren sogar noch in diesem Jahr erhofft. </p>
<p>Zusammengefasst wäre die Immunokastration wirtschaftlich, ökologisch und aus Tierschutzaspekten das optimale Verfahren.</p>
<p>Und wieder steht am Ende die Frage, warum dann noch chirurgisch kastrieren?</p>
<p>Lesen Sie bitte noch Teil 3: was hat das mit dem Klima und der Umwelt zu tun?</div>
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		<title>Alles Schwein oder was? Folge 1</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 12:22:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel festgeschrieben. Demzufolge dürfen wirtschaftliche Interessen nicht als Begründung dafür dienen, tierquälerische Verhaltensweisen fortzuführen. In der Brüsseler Erklärung wurde bereits 2010 erklärt, auf die chirurgische Kastration von Ferkeln ganz zu verzichten: https://www.hvnord.de/infothek/branchen/lebensmittel-einzelhandel/tierwohl/gesamter-artikel/artikel/bruesseler-erklaerung-ende-der-ferkelkastration-bis-zum-1-januar-2018.html Diese Erklärung ist immerhin im Bericht der Bundesregierung zur Ferkelkastration vom Dezember 2016 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel festgeschrieben.<br />
Demzufolge dürfen wirtschaftliche Interessen nicht als Begründung dafür dienen, tierquälerische Verhaltensweisen fortzuführen. </p>
<p>In der Brüsseler Erklärung wurde bereits 2010 erklärt, auf die chirurgische Kastration von Ferkeln ganz zu verzichten:</p>
<p>https://www.hvnord.de/infothek/branchen/lebensmittel-einzelhandel/tierwohl/gesamter-artikel/artikel/bruesseler-erklaerung-ende-der-ferkelkastration-bis-zum-1-januar-2018.html</p>
<p>Diese Erklärung ist immerhin im Bericht der Bundesregierung zur Ferkelkastration vom Dezember 2016 erwähnt worden: Zitat „Im Gegensatz zu den Erklärungen der Wirtschaft, die den vollständigen Verzicht auf die chirurgische Kastration zum Ziel haben, bleibt damit die chirurgische Kastration unter Betäubung weiter möglich.“</p>
<p>https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Tierschutz/Regierungsbericht-Ferkelkastration.pdf?__blob=publicationFile</p>
<p>In diesem Bericht sind die zum damaligen Zeitpunkt ausgewerteten Forschungsergebnisse gründlich aufgearbeitet worden.</p>
<p>So wurden verschiedene Fragen zur Ebermast, wirtschaftliche Fragen zu den Alternativen der Ferkelkastration, Marktfolgen etc. bewertet.</p>
<p>In Kurzform wäre die Ebermast ggf. mit einem niedrigeren Schlachtgewicht eine sofort umsetzbare,  ökonomisch, ökologisch und sogar aus Tierschutz-Sicht überlegene Methode. </p>
<p>Ebermast ist anspruchsvoll: Trennung der Tiere nach Geschlechtern, unterschiedliches Fütterungsmanagement von Mastsauen und Mastebern, steigende Aggressivität und Kampfverhalten der Eber zum Mastende hin erfordern besondere Aufmerksamkeit gegenüber herkömmlicher Mast. Die notwendigen Umstellungen im Umgang mit den Tieren wären zeitnah und mit relativ wenig Aufwand machbar; allerdings gilt das nicht für alle Betriebe. Es scheint ein gewisses Nord-Süd-Gefälle zu geben: im Norden Deutschlands sind die vorhandenen Gegebenheiten für eine schnelle Umstellung auf Ebermast besser geeignet. Ebermast würde sich lohnen: Eber verwerten das Futter besser und haben einen höheren Muskelfleischanteil. </p>
<p>Aktuell wird aber das Fleisch von Ebern durch die Eberfleischmaske billiger angekauft, so daß mit der Ebermast verbundene Vorteile wie höherer Muskelfleischanteil und kürzere Mastdauer sich für den Mäster nicht auszahlen. </p>
<p>Die Gründe für die schlechte Bewertung von Eberfleisch durch die Schlacht- und Verarbeitungsindustrie liegen im Risiko von Ebergeruch und in der Prozesstauglichkeit des Eberfleisches. Eber haben ein anderes Fettsäuremuster: ihr Fett enthält deutlich mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA) und ist weicher als das Fett von Sauen und Börgen. Damit ist es nicht so vielseitig zu verarbeiten.</p>
<p>Das Fettsäuremuster ist durch die Futterzusammensetzung modulierbar.</p>
<p>Das Risiko von Ebergeruch konnte man durch züchterische Maßnahmen bereits senken. </p>
<p>Durch die Fütterung lässt sich der Ebergeruch nicht verändern.<br />
Ein Risiko für Ebergeruch liegt allerdings auch im Stress, dem die Tiere ausgesetzt werden (lange Transporte, Umgang am Schlachthof, Wartezeiten mit fremden Tieren am Schlachthof).<br />
Das Fettsäuremuster ist aber durch Fütterung modulierbar. </p>
<p>Dem Tierschutzgedanken enstprechend sind die sinnvollen Forderungen hier: </p>
<p>1. Senken des Streßlevels für Tiere durch kürzere Transportstrecken zu den Schlachthöfen und stressreduzierendes Management an den Schlachthöfen<br />
2. Fütterungsmethoden und Futterzusammensetzungen, die das Fettsäuremuster in die gewünschte Richtung modulieren, und ihre Bewertung für die menschliche Ernährung des so gewonnenen Fleisches<br />
3. Geeignete Verarbeitungsverfahren und Rezepturen für das an mehrfach ungesättigten Fettsäuren reiche Eberfleisch und ihre Bewertung für die menschliche Ernährung<br />
4. Kommunikation mit dem Verbraucher: die Tiere sind kleiner, damit sind ihre Rückenabschnitte und Schinken kleiner, aber durch den höheren Muskelfleischanteil und den höheren Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren eigentlich wertvoller</p>
<p>An dieser Stelle hätten wir dem Geist der Brüsseler Erklärung von 2010 nach, ein sinnvolles Ziel für das weitere Vorgehen in der Schweinemast erreicht. Nur ein weitgehender Verzicht auf Fleisch wäre noch tier(schutz)gerechter.</p>
<p>Die Ferkelkastration ist, wenn auch mit einer Übergangszeit, verzichtbar.<br />
Die Ebermast ist eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle und dem Tierschutz entsprechende Alternative zur Mast von Börgen. Tatsächlich steigt der Anteil der gemästeten Eber kontinuierlich in Deutschland.</p>
<p>Die ersten Handelsketten bieten Produkte mit Eberfleisch an.</p>
<p>Wozu also noch Ferkel kastrieren?</p>
<p>Richtig, die Ebermast ist nicht in allen Betrieben gleichermaßen umsetzbar … bitte lesen Sie im Teil 2, wie man dieses Problem angehen kann.</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-folge-1/">Alles Schwein oder was? Folge 1</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Tierwohl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 19:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tierwohl Schlachtung Transporte Transportdauer]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<p><span>Tierwohl<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Mit diesem Beitrag möchte ich um Unterstützung für meine Petition gegen Schlachttiertransporte in Länder außerhalb der EU bitten.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Kurzer Link: http://kurzelinks.de/18nt</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span>Die Weidebullen sind zum Treffpunkt an Futterplatz gekommen und schauen neugierig an, was die Menschen mitbringen. Diesmal ist es nicht nur Futter. Einer aus ihrer Mitte wird auf den Hänger geladen und geht auf seine letzte Reise. Sein Transporteur hat das Foto gemacht.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>Wenn der Transport weg ist, werden die Zurückgebliebenen schauen, ob die Menschen nicht doch etwas Leckeres dagelassen haben. Sie werden dann weiter grasen oder ein paar kleinere Rangordnungsdinge klären &#8230; sie leben ganz einfach ihr Leben.</span></p>
<p><span>Es ist kein so schlechtes Leben. Ein paar Meter neben dem „Treffpunkt“ ist das Gras grün und saftig. Wir sind im Osten Bayerns, wo die Dürre in diesem Jahr nicht so schlimm ist. (Auf dem Weg in den Urlaub, beim Nachdenken über diesen Artikel, höre ich im Radio von der immer noch notwendigen Bekämpfung von Brandnestern am Schwarzen Berg &#8230; wir schreiben August 2018).</span></p>
<p><span>Natürlich ist es ein idyllisches Foto. An vielen Stellen Deutschlands ist die Haltung von Bullen (oder Rindern allgemein) auf der Weide entweder unüblich oder unmöglich geworden.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>Dennoch habe ich dieses Foto gewählt, weil es etwas verdeutlichen soll.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>In Deutschland gibt es viel kultiviertes Land. Und immer noch gibt es sehr viel Grasland. Das Grasland liefert das Futter unter Anderem für Rinder. Wir haben kaum Möglichkeiten, den Reichtum aus diesem Grasland anders zu nutzen als für Tierfutter. Theoretisch könnten wir Bauland daraus machen. Oder wir könnten der Natur ihren Lauf lassen: es würde zunächst verbuschen und dann würden Bäume sich ihren Platz zurückerobern.</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, das Grasland gut einzuzäunen und wie auf dem Foto Rinder darauf wachsen zu lassen. Oder das Gras regelmäßig zu ernten und als Grünschnitt, Silage oder Heu zu verfüttern.</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Was mit diesen Tieren geschieht, muss klar sein: sie werden geschlachtet und für unsere Ernährung (oder die unserer kleinen Hausraubtiere) verwendet.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Nach den Richtlinien Deutschlands und der EU hat der Transport dieser Tiere tierschutzgerecht zu erfolgen. Wir müssen sie tränken, füttern und nach bestimmten Zeiten entladen und Erholung gewährleisten. Die Transportunternehmer haften dafür. Tatsächlich überschreiten die meisten Transporte diesen Rahmen auch nicht. Aber einige Transporte gehen wesentlich weiter: die Tiere werden zur Schlachtung in sogenannte Drittländer transportiert. An den Grenzübergängen finden notwendige Kontrollen statt. Leider dauern diese Kontrollen immer noch sehr lange, und es wurde mehrfach dargestellt, wie sehr die Tiere unter diesen Bedingungen leiden.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Tierwohl findet hier statt</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Und nicht auf überlangen Transporten, bei überlangen Wartezeiten in glühender Sommersonne, auf Schlachthöfen außerhalb der Geltung europäischem Rechts.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Tierwohl findet in jedem Betrieb statt, der nah an den Lebensorten der Tiere noch schlachtet. Die Metzger haften dafür, sie werden regelmäßig kontrolliert. Wie auch die Transporteure. Schon der Transport in entfernter gelegene Schlachthöfe ist nicht mehr so tiergerecht &#8230; vom Transport in ferne Länder oder den Bedingungen an den Schlachthöfen dort ganz zu schweigen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Maren Bestmann-Auchter</span></p>
<p><span>Tierärztin</span></p>
<p><span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br /> Tierärztin</p></div>
			</div>
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			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/tierwohl/">Tierwohl</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Petition</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/petition/</link>
					<comments>https://saussbachpraxis.de/petition/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 16:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Heute bitte ich um Unterstützung.</p>
<p>Um diesen drastischen Filmbericht geht es, der im November 2017 ausgestrahlt wurde: <a href="https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464" target="_blank" rel="noopener">https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464</a> .</p>
<p>Auf deutschen Straßen müssen Tiertransporteure eine Reihe von Regeln einhalten. Die Fahrer müssen zum Beispiel ihre Sachkunde nachweisen. Zuwiderhandlungen haben Konsequenzen.</p>
<p>In unseren Schlachthöfen dürfen Angehörige jeder Religion schlachten. Wichtig ist nämlich, ob Schlachter ihr Handwerk beherrschen. Ihre Aufgabe ist es, Tiere so streß- und schmerzarm zu töten wie möglich. Sie werden geschult und kontrolliert. Ebenso werden ihre Werkzeuge kontrolliert.</p>
<p>Ob die gezeigten Schlachtungen in Schlachtstätten außerhalb der EU mit den Richtlinien anderer Religionen konform sind, müssen die Angehörigen der betreffenden Religion(en) ausmachen. Ich könnte das gar nicht beurteilen, selbst wenn ich wollte.</p>
<p>Was ich beurteilen kann: Die gezeigten Transporte sind nach unserem Recht tierschutzwidrig. Die Wartezeiten bzw. die Kontrollzeiten an Grenzübergängen zu Drittländern dauern zu lange. Anstatt die Tiere abzuladen, ihnen Erholung, Futter und Wasser zu geben, lässt man sie auf dem Transporter warten. Stundenlang. Tagelang. Die Schlachtkörper der Überlebenden weisen danach Zeichen der Quälerei und länger bestehende Verletzungen auf und würden bei uns mit hoher Wahrscheinlichkeit konfisziert. Die Schlachtung selbst ist tierschutzwidrig. Schlachthygiene existiert nicht, weil die Tiere sich im Todeskampf auf dem Boden winden. Für weitaus geringere Verstöße werden bei uns Betriebe gesperrt.</p>
<p>Ob ich irgendwo Urlaub mache, oder importierte Lebensmittel kaufe: ich möchte nicht in die Situation kommen, so Erzeugtes zu essen.</p>
<p>Landwirte, die man mit dem Lebens- und Leidensweg eines bei ihnen geborenen Tieres konfrontiert hatte, waren entsetzt. Müssen wir wirklich Tiere in solche Situationen schicken?</p>
<p align="left">Ich denke, das müssen wir nicht.</p>
<p align="left">So schrieb ich eine Petition an das Parlament der EU. Währenddessen machten sich KollegInnen und Tierschützer einmal mehr auf den politischen Weg und versuchten ihre Abgeordneten zum Handeln zu bewegen. Die Resonanz war teilweise ernüchternd. Sofern Abgeordnete überhaupt zeitnah antworteten, kamen vorgefertigte Standard-Texte. Also trieb ich meine Einzel-Aktion weiter.</p>
<p>Es war nicht ganz einfach, sich im Dschungel der Vorgaben zurechtzufinden. Aber wenn man sich mal eingearbeitet hat, geht es erstaunlich gut. Ich versuchte es mit einer Beschwerde wegen schlechter Verwaltungspraxis. Es gibt ja Vorschriften und sogar Urteile des Europäischen Gerichtshofes, hier ist eines aus dem Jahre 2015:</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/" target="_blank" rel="noopener">https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/</a></p>
<p>Nur werden diese Vorschriften irgendwie nicht umgesetzt.</p>
<p>Die Beschwerde wurde abgelehnt. Ich hatte einen gedanklichen Fehler in meiner Argumentation. Also erneut in den Dschungel … diesmal bekam ich tatsächlich eine Petition hin.</p>
<p>Kürzlich wurde ich informiert, daß der Petitionsausschuß sich damit beschäftigen würde. Ich bekam einen Link, um die Sitzung zu verfolgen. Man hätte mir erlaubt, als Zuschauerin teilzunehmen. Und für ganz spezielle Problemstellungen wäre es sogar möglich gewesen, mir Rederecht zu erteilen. Über all das wurde ich vorbildlich informiert … es hat eben nur seine Zeit gedauert.</p>
<p>Kurz und gut, die Kommission hatte einige Anmerkungen für mich. Aber die Petition wurde zugelassen. Das ist eine wichtige Hürde: ab jetzt kann jeder Bürger und jede Bürgerin der EU sie unterstützen.</p>
<p>Um diese Unterstützung bitte ich jetzt: Unterzeichnen Sie diese Petition, wenn Sie mit mir der Ansicht sind, daß man keine lebenden Schlachttiere in Drittländer exportieren soll:</p>
<p><a href="https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder" target="_blank" rel="noopener">https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder</a></p>
<p><a href="http://kurzelinks.de/18nt" target="_blank" rel="noopener">http://kurzelinks.de/18nt</a></p>
<p>Maren Bestmann-Auchter</p>
<p>Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/petition/">Petition</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Atemlos im Körbchen, Folge 3</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 11:41:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mit Logik ist nicht zu erklären, daß ein Zustand, der uns normalerweise beunruhigen würde, bei einigen Tieren normal und erwünscht sein soll. </strong>Sehen Sie dazu auch <a href="https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen-folge-1/">Folge 1</a> und <a href="https://saussbachpraxis.de/atemlos-im-koerbchen-2/">Folge</a> 2.</p>
<p>Diese Tiere entsprechen dem Kindchenschema mit stark verkleinertem Gesicht, relativ groß wirkendem Schädel und groß wirkenden Augen.<br />
Mit der Behauptung, das freundliche Blubbern und Schnarchen sei normal, oder der Hund schnurre wie eine Katze wird verschleiert, daß die hörbare Atmung ein Anzeichen für lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme ist.</p>
<p>Auf tierärztliche Intervention werden entsprechende Werbevideos von Züchtern nach und nach aus dem Netz genommen. Aber immer noch gibt es Unternehmen, die diese Rassen in ihrer Werbung verwenden. Immer noch gibt es sogar gebildete Menschen, denen diese Mode und das Kindchenschema wichtiger ist, als das Leiden der Tiere.</p>
<p>Der Konflikt zwischen Tierärzten und Züchtern verschiedener problembeladener Rassen schwelt schon lange. Der Begriff Qualzucht wurde schon vor meinem Studium geprägt.</p>
<p>Dieser Konflikt ist längst ein Nebenschauplatz.</p>
<p>Es scheint inzwischen egal, was verantwortungsbewusste Züchter mühsam erarbeiten.</p>
<p>Wir sind hier unmittelbar am nächsten Problem: die Zahl der vorhandenen brachyzephalen Tiere beträgt ein Vielfaches der von deutschen Züchtern gemeldeten Tiere aus Würfen brachyzephaler Rassen. Die Dunkelziffer ist kaum kalkulierbar.</p>
<p>Wie kommt das?</p>
<p>Hier stehen wir gemeinsam am Abgrund: wenn der deutsche Qualitätszüchter nicht liefert, kauft der Kunde eben woanders bequemer, schneller und billiger. Nicht registrierte &#8222;Vermehrer&#8220; oder sogenannte „Dissidenzzüchter“ ersparen sich die Gebühren der Zuchtvereine und viele teure Untersuchungen. Teilweise werden eigene Zuchtvereine gegründet, die eine gewisse Qualität vorspiegeln. Aber tatsächlich werden vom VDH als Dachverband der deutschen Hundezuchtvereine vorgegebene sinnvolle Anforderungen eben nicht oder nicht immer eingehalten.</p>
<p>Wer ein solches Tier will, fragt den Tierarzt gar nicht erst und ist in der Regel auch nicht bereit, die bei einem Qualitätszüchter immer auftretende Wartezeit bis zur Abgabereife „seines Welpen“ abzuwarten.<br />
Für den ganz eiligen Kunden und den unüberlegten Kauf gedacht, bringen Schmuggelbanden massenhaft unter übelsten Bedingungen erzeugte und extrem überzüchtete Tiere ins Land. Besonders beliebt sind natürlich die teuren Moderassen. Dazu gehören auch die brachyzephalen Rassen, die besonders stark dem Kindchenschema entsprechen.</p>
<p><strong>Die Folgen sind kaum absehbar und kosten jetzt schon die Allgemeinheit erhebliche Geldsummen.</strong></p>
<p>Werden illegale Transporte abgefangen, müssen die Tiere nach deutschem Tierschutzrecht versorgt und behandelt werden. Nach der amtstierärztlichen Untersuchung und Durchführung aller Maßnahmen bleibt pro Tier eine Rechnung in 3-4stelliger Höhe offen, die von den Transporteuren nicht bezahlt wird. Theoretisch könnten die Händler die Tiere zurückfordern, wenn sie die Rechnungen bezahlen würden – tatsächlich denken die gar nicht daran. Die Welpen werden in ihren Herkunftsländern so billig erzeugt, daß man beschlagnahmte Fracht einfach abschreibt.<br />
Die Sicherungsleistungen, die den Transporteuren abverlangt werden, und der spätere Verkauf der Überlebenden decken die Kosten nicht mal ansatzweise. So bleiben die Kosten bei den Landkreisen, in denen die Transporte abgefangen werden und damit beim Steuerzahler.<br />
Die überlebenden Tiere müssen in der Regel zunächst unter Quarantäne gestellt werden, da sie zu jung sind, um einen wirksamen Tollwutschutz mitzubringen. Das kostet mehr als die normale Unterbringung: Die beauftragten Tierschutzvereine und ihre Einrichtungen müssen hohe Anforderungen erfüllen.<br />
Dadurch werden alle Kapazitäten so stark belastet, daß für echte Fundtiere aus dem Inland zeitweise kein Platz mehr ist. Im Herbst 2017 habe ich diesen Zustand das 2. Jahr erlebt … und es steht leider zu erwarten, daß der kommende Herbst wieder zu Lasten der echten einheimischen Fundtiere geht.</p>
<p><strong>Die Kontrollen und das Abfangen solcher Schmuggeltransporte aufzugeben, ist keine Option.</strong></p>
<p>Die Transporte zielen naturgemäß auf die Ballungsgebiete. In den Herkunftsländern gibt es allerlei Erkrankungen. Ich nenne hier die Tollwut als auch für Menschen gefährliche Virusinfektion. Viele Tiere sind mit Staupe und Parvovirose infiziert und können damit eine Gefahr für noch ungeimpfte Welpen und für die Tiere von Personen werden, die nicht impfen lassen. Viele Schmuggelwelpen sind von Parasiten befallen und insgesamt unterversorgt und geschwächt.</p>
<p>Etliche Schmuggeltransporte rutschen trotzdem durch. Die Tiere, die dann noch leben, werden über diverse Kleinanzeigenportale ohne große Kosten angeboten und möglichst schnell verkauft. Verkauft wird überall: in angemieteten Ferienwohnungen, auf Parkplätzen von Supermärkten mit Geldautomaten, auf Autobahnparkplätzen … beliebt ist alles, was Anonymität und schnelles Verschwinden ermöglicht.</p>
<p>Die Käufer tragen selbst ein erhebliches finanzielles Risiko und tatsächlich auch ein gewisses Gesundheitsrisiko. Schwer vorherzusagen ist, was aus einem die ersten Wochen reizarm aufgezogenen Welpen wird. Seine Entwicklung hängt davon ab, ob er rechtzeitig so gefördert werden kann, daß er zu einem sozialverträglichen Hund und nicht zu einer tickenden Zeitbombe heranwächst. Die Käufer fördern durch ihre Käufe unqualifizierte und tierquälerische Vermehrung. Damit erschweren sie eine züchterische Bearbeitung dieser Rassen.</p>
<p>Trotzdem sind auch die Käufer solcher Tiere Betrogene. Ihnen wird eine seriöse Zucht vorgespiegelt. Ihnen wird vorgespiegelt, daß die Tiere schon ein paar Untersuchungen hinter sich hätten und entwurmt und geimpft seien. Teilweise fahren sie weite Strecken, nur um an einer grade eben angemieteten Wohnung zu landen. Gerne wird auch behauptet, es sei der letzte Welpe, der dem Verkäufer schon ans Herz gewachsen sei &#8230; oder es gäbe noch andere Interessenten und man müsse sich schon schnell entscheiden. Manchmal sind Impfpässe und andere Dokumente gefälscht. Fast nie gibt es einen Kaufvertrag, auf dem Name und Adresse des Verkäufers sichtbar sind. In solchen Fällen wäre es tatsächlich besser, aus der Reise zum Abholen des Welpen einen Kurztrip in eine reizvolle Gegend zu machen und das Geld zu behalten.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter, Tierärztin</p></div>
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