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	<title>Leben mit Tieren | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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	<description>&#34;Ich will, daß es Ihrem Tier gut geht.&#34;</description>
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	<title>Leben mit Tieren | Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</title>
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		<title>Alles Schwein oder was? Teil 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2024 23:18:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[CO2]]></category>
		<category><![CDATA[Isofluran]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschädlich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell tagt der UN-Klimagipfel 2019 in Bonn.<br />
Selten war der Druck auf die Politik so hoch: Fridays for Future hat einen Nerv getroffen.</p>
<p>https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/klimaschutz-konferenz-bonn-eu-ringt-um-treibhausgas-neutralitaet-100.html</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich auf die von der Bundesregierung geplante Freigabe des klimaschädlichen Gases Isofluran für Laien aufmerksam machen.</p>
<p>Ferkelerzeugern soll erlaubt werden, das hypnotisch wirkende Gas Isofluran selbst zu verwenden, um männliche Ferkel bei der Kastration zu betäuben.</p>
<p>https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw26-de-ferkelbetaeubung-646390</p>
<p>Dabei hat die Branche bereits 2010 in der Brüsseler Erklärung den vollständigen Verzicht auf die Kastration von Eberferkeln angekündigt.</p>
<p>https://provieh.de/node/10532</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle auf die klimaschädlichen Eigenschaften von Narkosegasen hinweisen:</p>
<p>https://www.pharmazeutische-zeitung.de/&#8230;/narkosegase&#8230;/</p>
<p>Den Autoren zufolge schädigen freigesetzte Narkosegase das Klima etwa so wie 1 Mio PKW oder 1 Kohlekraftwerk.</p>
<p>Die Autoren dieses Artikels sehen keine Notwendigkeit, Inhalationsnarkosen zu verbieten. Umgekehrt besteht umgekehrt auch keine Notwendigkeit, weitere klimaschädliche Gase freizusetzen.</p>
<p>Die Deutsche Bundesregierung schätzt, daß ca 10 Millionen Ferkel durch Laien mit Isofluran betäubt werden könnten.</p>
<p>Vor dem ernsten Hintergrund der absehbaren Klimaveränderungen halte ich es schlicht für unverantwortlich, Isofluran für die Verwendung durch medizinische Laien freizugeben.</p>
<p>Umgekehrt lassen sich durch die Immunokastration sogar Einsparungen am CO2-Ausstoß in der Schweinemast darstellen.<br />
Die positiven Mast-Eigenschaften von Ebern werden durch die Kastration verschlechtert. Das gilt auch für die Kastration unter Isofluran … . Börge verwerten das Futter nicht so gut wie Eber.</p>
<p>Mit Imrovac behandelte Eber, also Immunokastraten oder Improvac-Eber verwerten das Futter besser als Börge. Durch die kürzere Mast sollen 3,7% CO2-Ausstoß eingespart werden können.<br />
Das würde einer Berechnung zufolge bei 20 Millionen mit Improvac behandelten Ebern 460.000.000 kg CO2 oder 240.000 PKW bedeuten.</p>
<p>Diese Zahlen sollten jeden Politiker zum Nachdenken und zu eigener Recherche anregen. Tierschutz und Klimaschutz gingen hier mal Hand in Hand … ganz ohne Verzicht.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter, Tierärztin</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-teil-3/">Alles Schwein oder was? Teil 3</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Alles Schwein oder was? Folge 2</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/alles-schwein-oder-was-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2019 19:43:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kastration]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Nutztiere]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweine]]></category>
		<category><![CDATA[chirurgisch]]></category>
		<category><![CDATA[Ferkel]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzausschaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner">Dieser Beitrag befasst sich mit den Alternativen zur Ebermast, die im Teil 1 vorgestellt wurde.</p>
<p>Die Ebermast kann wie bereits erwähnt, nicht in allen Betrieben gleichermaßen durchgeführt werden. Das trifft vor allem Betriebe im süddeutschen Raum.</p>
<p>Die Alternativen zur Ebermast wären die Immunokastration, die chirurgische Kastration und das Sexing von Ebersperma.</p>
<p>Die Immunokastration ist den vorliegenden Informationen nach eine günstige Methode zur Vermeidung von Ebergeruch, die die Anforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Tierschutz erfüllt.</p>
<p>In der EU steht ein zugelassener Wirkstoff zur Verfügung, der als Antigen zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Hormone führt und so die Produktion eines Teils der geruchsbildenden Stoffe unterdrückt. Gleichzeitig sind die behandelten Tiere auch weniger aggressiv als Eber. Es wurde eine Sicherheits-Impfpistole entwickelt, um versehentliche Injektionen zu vermeiden. Die Verbrauchersicherheit wurde im Zulassungsverfahren nachgewiesen.<br />
Die Immunokastration wird bereits in mehreren Ländern angewendet (wie auch die Ebermast). Der Behandlungserfolg kann leicht durch die Betriebe kontrolliert werden: die erfolgreich behandelten Tiere haben deutlich kleinere Hoden.</p>
<p>Anders als fälschlicherweise behauptet, ist diese Impfung keine hormonelle Behandlung: Improvac weist keine hormonelle Aktivität auf.</p>
<p>Die behandelten Tiere verhalten sich in der Mast ähnlich wie Eber, sind allerdings nicht so aggressiv.</p>
<p>Wie gemästete Eber, werden Improvac-Eber über die Eberfleischmaske billiger angekauft.</p>
<p>Der Grund dafür ist ein Restrisiko für Ebergeruch, und das dem der Eber ähnliche Fettsäuremuster. Folglich wären hier die gleichen Überlegungen anzustellen wie bei der Ebermast bezüglich züchterischer Auswahl und Stresseinwirkung. Das Fett enthält laut Vergleichsuntersuchungen unter 15,5% PUFA (mehrfach ungesättigte Fettsäuren). Damit ist das Fleisch von &#8222;Improvac-Ebern&#8220; für die Herstellung von Rohschinken geeignet.  </p>
<p>Insgesamt liegen die Kennzahlen für Leistung und Rentabilität nah bei den Ergebnissen der bisherigen Mast von Tieren, die ohne Betäubung kastriert wurden. Durch den Ablauf des Patentes für Improvac können weitere Kostensenkungen für die Immunokastration erwartet werden. </p>
<p>Die Behandlung kann mit wenig Eigeninvestition von jedem Betrieb praktisch sofort angewendet werden. </p>
<p>Tierschutzverbände bevorzugen die Immunokastration, wie auch Tierärzteverbände. Auch erste Handelsketten akzeptieren Produkte aus dem Fleisch von Immunokastraten. </p>
<p>Für die chirurgische Kastration stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung: die Kastration unter Injektionsnarkose oder unter Inhalationsnarkose durch den Tierarzt und die Kastration unter lokaler Betäubung.</p>
<p>Die Nachteile der Injektionsnarkose sind der Preis und der lange Nachschlaf, der unter Wärmezufuhr überwacht werden sollte. Die Tiere können bis zu 3 Stunden nicht säugen.<br />
Dafür ist dieses Verfahren ohne größere Umstellungen sofort anwendbar und wird bislang von einigen wenigen Betrieben auch so praktiziert. </p>
<p>Die Isoflurannarkose dagegen lässt sich bislang ab einer Betriebsgröße von 150 Sauen darstellen und ist das teuerste Verfahren. Der Vorteil liegt darin, daß die Tiere sehr schnell wieder aufwachen, das Risiko für Unterkühlung minimal ist und daß die Ferkel praktisch sofort wieder säugen können. </p>
<p>Zur Durchführung wird ein spezieller Verdampfer benötigt, sowie eine Maske und eine Absaugung. Die Anschaffungskosten für die bisher verfügbaren Geräte liegen zwischen ca 3.400 und 7.900 Euro. Theoretisch könnte das Verdampfer-Modul überbetrieblich eingesetzt werden. Teile, mit denen die Ferkel in Kontakt kommen, müssten im Betrieb verbleiben. </p>
<p>Isofluran ist bekanntermaßen nur schwach analgetisch, bringt laut Studienlage bei ca 34 % der behandelten Ferkel keine ausreichende Schmerzausschaltung und bedarf somit immer zusätzlicher Schmerzmittel. Isofluran ist klimaschädlich und mit einem gewissen Arbeitsplatzrisiko behaftet.</p>
<p>Zur Validierung der Wirksamkeit der Isoflurannarkose und der bisher geplanten Geräte läuft eine Studie.<br />
Die Isoflurannarkose muß nach aktuellem Recht vom Tierarzt durchgeführt werden.</p>
<p>Sie ist wirtschaftlich und umwelttechnisch den anderen Verfahren unterlegen. Durch den geplanten Wegfall des Tierarztvorbehaltes wäre ein geringer wirtschaftlicher Vorteil auf Kosten des Tierschutzes erreicht. </p>
<p>Die Kastration unter Lokalanästhesie wird in Norwegen und Schweden durchgeführt. Es müssen zusätzliche Schmerzmittel angewendet werden. Die Studienlage erscheint etwas uneinheitlich: Studien zufolge war keine ausreichende Schmerzausschaltung und obendrein Schmerzen durch die Injektion und das Lokalanästhetikum selbst festzustellen, während andere Studien bei korrekter Anwendung von geeigneten Wirkstoffen eine gute analgetische Wirkung fanden.<br />
Die Lokalanästhesie selbst muss vom Tierarzt gesetzt werden; die Methode kann praktisch überall sofort angewendet werden.</p>
<p>Die Mast der Börge (kastrierte Ferkel) erfolgt wie bisher gemeinsam mit den weiblichen Tieren. Es sind keine weiteren Veränderungen im Management nötig. Börge werden zum normalen Preis von den Schlachthöfen angekauft.</p>
<p>Spermasexing bedeutet die Trennung von männlichen und weiblichen Spermien.<br />
Da Sauen überwiegend künstlich besamt werden, hofft man mit gesextem Sperma einfach rein weibliche Würfe zu erzeugen.<br />
Technisch wäre es möglich, weibliche und männliche Spermien zu trennen. Bisher hat jedoch kein Verfahren die Marktreife erreicht. 2012 wurde der letzte Versuch in Dänemark erfolglos beendet.<br />
Aber wie man sehen kann, bleibt es spannend: Inzwischen in Nordamerika ein Unternehmen tätig, das sich ein marktreifes Verfahren sogar noch in diesem Jahr erhofft. </p>
<p>Zusammengefasst wäre die Immunokastration wirtschaftlich, ökologisch und aus Tierschutzaspekten das optimale Verfahren.</p>
<p>Und wieder steht am Ende die Frage, warum dann noch chirurgisch kastrieren?</p>
<p>Lesen Sie bitte noch Teil 3: was hat das mit dem Klima und der Umwelt zu tun?</div>
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		<title>Katzenfreundliche Praxis</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/katzenfreundliche-praxis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2019 15:53:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katzenflüsterin Eine ältere Dame brachte ihren chronisch kranken und eher scheuen Kater zur Behandlung. Eines Tages hatte sie gesehen, wie er sich in ihrem Garten herumdrückte. Sie hat ihm dann über Wochen immer wieder Futter angeboten. Irgendwann kam er näher, bis sie ihn ins Haus holen konnte. Der Kater war noch relativ jung. Er hatte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Katzenflüsterin</p>
<p>Eine ältere Dame brachte ihren chronisch kranken und eher scheuen Kater zur Behandlung.</p>
<p>Eines Tages hatte sie gesehen, wie er sich in ihrem Garten herumdrückte. Sie hat ihm dann über Wochen immer wieder Futter angeboten. Irgendwann kam er näher, bis sie ihn ins Haus holen konnte. </p>
<p>Der Kater war noch relativ jung. Er hatte wohl auf der Straße gelebt. Die hatte ihn gezeichnet. Er war scheu und ängstlich. Er war mager, zerrauft und hatte schon mehrere Zähne verloren. Eine üble Krankheit zerfraß Zähne und Zahnfleisch. Sein ganzes Leben bestand aus Schmerz und Angst.</p>
<p>Die Dame war sehr empathisch und litt mit ihm. So kamen die Beiden zu mir.</p>
<p>Er saß gespannt, geduckt in seiner Transportbox wie in einer Schutzhöhle. Herauskommen wollte er nicht. Seine Ohren waren halb angelegt, sein Maul wirkte verkniffen angespannt, und seine Pupillen waren geweitet. Er würde vielleicht nicht angreifen, aber er würde um sein Leben kämpfen. </p>
<p>Also sollte ich ihm lieber keinen Anlass dazu geben.<br />
Ich benutzte ein Pheromonspray, um die fremden Räume ein bisschen vertrauter zu machen.<br />
Glücklicherweise ließ sich der Deckel der Transportbox abnehmen. So konnte ich ein Handtuch um ihn legen, um ihn damit auf die Waage zu tragen. Er knurrte. Aber er ließ mich gewähren. Ich konnte einen oberflächlichen Blick auf sein Zahnfleisch werfen. Sein Körper war sehr angespannt. Ich durfte nur die Lefzen ein wenig anheben. Da hob er schon eine Pfote: das war unerwünscht. Er ließ mich seine Krallen spüren und versuchte meine Hand mit stetigem Druck von seinem Kopf zu entfernen. Er griff aber immer noch nicht an. Bei den Spritzen mit den Medikamenten hatte ich dann die Grenze überschritten: er fauchte und schlug nach mir. </p>
<p>Ich hatte ein wenig Hoffnung, seine Schmerzen dauerhaft lindern oder sogar komplett beenden zu können. Wenn man nur die Entzündungen im Maul in den Griff bekommen würde &#8230; . </p>
<p>Seine Adoptiv-Besitzerin war ein wenig überrascht, daß ich keine weiteren Zwangsmaßnahmen ergriffen oder Lederhandschuhe getragen hatte. Sie berichtete, daß er im Haus immer noch so ziemlich alles fürchten würde. Besen und Staubsauger ließen ihn regelmäßig unter die Möbel flüchten, genau wie fremde Menschen. </p>
<p>Wir vereinbarten einen Termin, um ihn in Narkose korrekt zu untersuchen und gleich die veränderten Zähne und Zahnwurzeln zu entfernen. Sie bekam Medikamente, um ihn bis dahin zuhause zu versorgen.</p>
<p>Als sie ihn zur Operation brachte, hatte er schon ein wenig zugenommen. Die Dame berichtete, daß er „anders“ wäre. Ich habe das als gutes Zeichen genommen. In Narkose waren die Schäden deutlich erkennbar und so habe ich alle Zähne und Wurzelreste entfernt. Das war seine einzige Chance auf ein schmerzfreies Leben. </p>
<p>Bei der Abschlußuntersuchung nach der Operation berichtete die Besitzerin, daß er jetzt spielen und insgesamt ein viel freundlicheres Wesen zeigen würde. Staubsauger und Besen fürchte er noch immer, aber er hätte jetzt ein sonniges Gemüt. Sie wollte wissen, was ich gemacht habe. Ich habe vor allem die medizinischen Aspekte gesehen und ihr die erklärt. Sie dagegen nannte mich eine Katzenflüsterin. Sie hätte noch nie erlebt, daß eine Katze so ruhig und liebevoll behandelt wird. </p>
<p>Tatsächlich faszinieren mich Katzen und ich bemühe mich, den Besuch bei mir so stressarm wie möglich zu gestalten. Irgendwann stieß ich auf das Royal-Canin-Programm „Service Plus für Katzen“, mit dem besonders katzenfreundliche Praxen zertifiziert werden. Kurz entschlossen bewarb ich mich. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen, Fotos machen und im Interview ein paar Vorgehensweisen in der Praxis erläutern. Und ein paar Dinge habe sogar ich noch zu lernen (aber das ist eine andere Geschichte &#8230;).</p>
<p>Ich bekam das Zertifikat und bin nun schon einige Jahre auch offiziell „katzenfreundlich“.</p>
<p>Eine Katzenflüsterin eben, flüstert leise die Mentorin in meinem Ohr &#8230; </p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br />
Tierärztin</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/katzenfreundliche-praxis/">Katzenfreundliche Praxis</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fellpflege und Zahnschmerzen</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/zahnschmerzen-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2019 15:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Fellpflege]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgen]]></category>
		<category><![CDATA[Zahnschmerzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was haben Fellpflege und Zahnschmerzen miteinander zu tun? Katzen putzen sich. Die Fellpflege ist sozusagen ins Verhalten eingebaut. Regelmäßiges und gründliches Putzen zeigt, daß sie ihren Körper gut wahrnehmen, sich bewegen können und sich wohl fühlen. Beim Putzen werden Schmutzpartikel entfernt und die Haare geordnet. Filz sollte gar nicht erst entstehen. Ungepflegtes Fell wird meistens [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben Fellpflege und Zahnschmerzen miteinander zu tun? </p>
<p>Katzen putzen sich. Die Fellpflege ist sozusagen ins Verhalten eingebaut.<br />
Regelmäßiges und gründliches Putzen zeigt, daß sie ihren Körper gut wahrnehmen, sich bewegen können und sich wohl fühlen. Beim Putzen werden Schmutzpartikel entfernt und die Haare geordnet. Filz sollte gar nicht erst entstehen.</p>
<p>Ungepflegtes Fell wird meistens einfach nur wahrgenommen, ohne dem eine besondere Bedeutung beizumessen. Die Katze putzt sich halt nicht, heißt es oft. </p>
<p>Die Fellpflege bleibt aus, wenn die Katze sich nicht wohlfühlt, sich nicht gut bewegen kann oder Schmerzen im Mäulchen hat. </p>
<p>Diesen Artikel schreibe ich, weil ich in der letzten Zeit mehrere auf diese Art betroffene Katzen in meiner Praxis hatte. Sie haben nicht so deutlich die üblichen Anzeichen von Zahnschmerzen gezeigt wie Speichelfluss oder Probleme beim Fressen. Sie hatten „einfach nur“ Gewicht verloren und putzten sich nicht mehr. Und genau das war den aufmerksamen Besitzern aufgefallen. </p>
<p>Nach der ersten Untersuchung kann man sagen, ob die Katze Zahnschmerzen hat. In der Regel kann ich auch auf den einen oder anderen Zahn zeigen. </p>
<p>Diese erste Untersuchung ist aber noch nicht vollständig. Oft sind die Tiere so schmerzhaft, daß ich nicht viel zu sehen bekomme.<br />
Eine wirklich gute Beurteilung des Gebisses ist nur möglich, wenn man eine gründliche Untersuchung mit Röntgen am schlafenden Tier macht. Moderne kleine Anlagen arbeiten mit Speicherfolien oder Detektoren, benötigen wenig Strahlung und lassen die Beurteilung jedes einzelnen Zahnes und seiner Wurzeln zu.  </p>
<p>Nur in der Röntgenaufnahme sieht man veränderte Zahnwurzeln oder steckengebliebene Wurzelreste. Die Zähne können noch gesund aussehen, oder das Zahnfleisch kann eine steckengebliebene Wurzel verdecken. Auch diese Wurzelreste können schmerzhaft sein. In einem Fall hat die Katze immer wieder ihre Wange aufgekratzt. Erst das Röntgengerät zeigte die Ursache: steckengebliebene Zahnwurzeln.<br />
Man findet solche Wurzelreste nicht, wenn sie komplett vom Zahnfleisch verdeckt sind oder wenn die Katze sich einfach nicht ins Maul schauen lässt. </p>
<p>Vor dem Röntgen muss eventuell vorhandener Zahnstein entfernt werden. Der überlagert nämlich einfach nur die Strukturen von Zähnen und Knochen und stört im Röntgenbild.</p>
<p>Für diese Arbeit wird die Katze in Narkose gelegt. Die Arbeit mit dem Ultraschall-Zahnsteinentferner würde keine Katze dulden. Sie würde auch die Filme nicht einfach so mit den Zähnen festhalten, wie es ein Mensch auf die Bitte der Zahnarzthelferin tut. </p>
<p>Im Anschluss an die Röntgenuntersuchung könnten schon direkt die Zähne gezogen werden, die schmerzhafte Veränderungen aufweisen. Längst kann man mit modernen Instrumenten aus der Zahnmedizin mehrwurzelige Zähne, oder versteckt liegende Wurzelreste schnell und sicher auffinden und entfernen. </p>
<p>Der wichtigste Punkt ist, daß die Katze nach dieser Prozedur wieder schmerzfrei ist. Der Besitzer sieht es daran, daß die Katze wieder fröhlicher wird. Sie spielt wieder, putzt sich wieder und sie legt an Gewicht zu. </p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br />
Tierärztin</p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/zahnschmerzen-3/">Fellpflege und Zahnschmerzen</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eichkater</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/eichkater/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Sep 2018 14:56:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eichhörnchen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Schönes]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kaum war er dem Tod von der Schippe gesprungen, zeigte er dem Leben und allen potentiellen Feinden schon wieder die Zähne. Diese Zähne waren so beeindruckend, daß ich ihn nur noch mit größtem Respekt angefasst habe.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum war er dem Tod von der Schippe gesprungen, zeigte er dem Leben und allen potentiellen Feinden schon wieder die Zähne. Diese Zähne waren so beeindruckend, daß ich ihn nur noch mit größtem Respekt angefasst habe. </p>
<p>Er war ein kleiner Eichkater und wurde mir von Passanten gebracht. Mehr tot als lebendig lag er unter der Wärmelampe und wurde zunächst stündlich gefüttert, getränkt und natürlich mit Infusionslösung und Medikamenten versorgt. Ich habe ihn leicht sediert, ihn komplett durchgeröntgt und obendrein gründlich abgetastet. Außerdem habe ich so viele wie möglich von den Zecken aus seinem Fell geholt. &#8230; er war nämlich voll davon und sie waren im Sinne des Wortes dabei, ihn leerzusaufen. </p>
<p>Das Problem bei diesen kleinen Kerlchen: vom Gewicht her und von den tierartspezifischen Unterschieden konnte ich ihm nicht jede Arznei verabreichen. So ein Tröpfchen Sedativum kann nebenbei die Futteraufnahme erhöhen, das ist fein. Wenn es denn vertragen wird. Etliche Antiparasitika werden nicht so gut vertragen oder sind nicht fein genug zu dosieren. Manchmal ist weniger eben mehr &#8230; und so pflückte ich ihm die Zecken mit einer Pinzette aus dem Fell, sobald sie groß genug waren.</p>
<p>Eine seiner Vorderpfoten war gelähmt. Nachdem keine äußere Verletzung zu finden war, ging es wohl eher um ein stumpfes Trauma. Die schlimmste Möglichkeit war eine dauerhafte Lähmung. Damit wäre er nicht mehr wildbahntauglich. Um dieses Problem wollte ich mich erst kümmern, wenn die akute Lebensgefahr überstanden wäre. Denn der leere Magen und die Parasiten hätten ihn umgebracht.</p>
<p>Mein Netzwerk hat mich kompetent und schnell mit den notwendigen Informationen versorgt. So konnte ich die für Eichhörnchen üblichen Verletzungen und Erkrankungen ausschließen, dem kleinen Kerl schnell passendes Futter zurechtmachen und die Nährlösungen durch Handfestes ersetzen. </p>
<p>Er war am nächsten Tag schon deutlich sichtbar auf dem Weg der Besserung. Seine Vorderpfote konnte er schon ein kleines bisschen bewegen. Bei der Fütterung schaute er dann starr zur Seite und riß sein Mäulchen auf. Ich konnte seine unteren Schneidezähne in voller Länge bewundern. Sie waren lang genug, meine Finger komplett zu durchbohren. </p>
<p>Nun ja, die Botschaft war eindeutig. Und genauso eindeutig war, daß er noch nicht wieder in die Freiheit zurück konnte. Er musste also noch ein wenig mit mir ausharren. Aber ich konnte ihm jetzt eine Behausung mit ein paar Zweigen und der Möglichkeit zur freien Futteraufnahme geben. Seine Pfote wurde zusehends besser, und bald sah ich ihn das erste Mal ein Nüsslein richtig greifen. Er war wieder fit. </p>
<p>Ich richtete eine Futterstelle in einem meiner Bäume ein. Die akzeptierte er nicht. Stattdessen suchte er Bäume und Büsche in meinem Garten ab. Entweder hat er seinen Wunschbaum gesucht und bei mir nicht gefunden &#8230; oder er hat sein altes Revier mit seinen Eichhornkumpels gesucht.</p>
<p>Jedenfalls tat er dasselbe am nächsten Tag in der Nachbarschaft. Ich kam dazu und konnte mich überzeugen, daß er noch viel schneller geworden war. Und wieder drohte er &#8230; und verschwand. Natürlich nicht ohne eine kleine Wegzehrung in Form von Apfelstückchen und Nüssen. </p>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/eichkater/">Eichkater</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Affenberg-Impressionen</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/affenberg-impressionen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Aug 2018 14:13:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Schönes]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Waldwege sind mit Holzbalken abgegrenzt. Wir dürfen sie nicht verlassen. Ranger in gelben Shirts überwachen uns.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hinter uns wird die Tür geschlossen. Die Waldwege sind mit Holzbalken abgegrenzt. Wir dürfen sie nicht verlassen. Ranger in gelben Shirts überwachen uns.</p>
<p>Klingt irgendwie strange, nicht wahr? </p>
<p>Wir sind nicht etwa Strafgefangene, sondern Besucher eines Wildtierparks. Meine Begleiterin ist Marianne Kaindl, Germanistin, Webdesignerin, Marketingfachfrau, Fotografin, Autorin und Preisträgerin.</p>
<p>Der Ort ist der Affenberg in Salem. Insgesamt hat der Gründer weltweit mehrere Kolonien für Berberaffen aufgebaut. Sie leben in einem großen Freigehege. Diese Kolonien sind der Pool, aus dem immer wieder Tiere in Nordafrika ausgewildert werden. So wird die natürliche Population dieser gefährdeten Tierart wenigstens ansatzweise stabilisiert.</p>
<p>In Salem lebt auch eine große Storchenkolonie, eine Gruppe Damwild, ein paar Enten, Bläßhühner und Schwäne. Sie alle fügen sich in das Konzept des Parks ein. Sie kennen ihre Menschen &#8211; ich denke sogar, sie betrachten sie als wandelnde Futterautomaten. Die hölzerne Abgrenzung der Wanderwege sind der Übergabepunkt für das Futter. Tatsächlich teilen uns die Ranger das Futter zu und überwachen die Einhaltung der Regeln. Wir dürfen den Affen nur das von den Rangern hergestellte Popcorn geben, wir dürfen die noch schwarz gefärbten Babies nicht füttern, und wir dürfen für die anderen Tiere nur aus den aufgestellten Futterboxen entnehmen. Das ist für uns gratis &#8211; aber sicher ist die Menge begrenzt um die Tiere nicht zu überfüttern. Tatsächlich machen alle Tiere einen zufriedenen und gut genährten Eindruck.</p>
<p>Fast am Ende des Rundgangs sollen wir sehen, daß die Ranger auch die Affen überwachen. 2 Halbwüchsige wollen wohl einen Streit auf dem für Menschen vorgesehenen Weg austragen. Der Ranger kommt näher und macht eine Geste &#8230; die Affen schauen wie ertappte Sünder und verlegen ihre Diskussion in die korrekte Zone.</p>
<p>Berberaffen leben in Gruppen. Interessanterweise kommen sie mit unserem Klima sehr gut zurecht. Nur so können diese Kolonien überhaupt funktionieren. Die Tiere erreichen im geschützten Umfeld ein Alter von über 30 Jahren &#8230; allerdings entwickeln sie sich langsam und „brauchen“ gut 8 Jahre um erwachsen zu werden. Da sie es in der Paarungszeit ziemlich wild treiben, kennen die Babies nur ihre Mutter. Die Väter kennen ihre Kinder nicht. Dafür kümmern sie sich hingebungsvoll um jedes „Kleine“ in der schwarzen Baby-Färbung. Sie tragen sie herum und bewachen sie. Fast schon menschlich wirkt, wie sie Kleine an einem Beinchen festhalten, damit sie unter Aufsicht bleiben. Wir machen unsere Witzchen &#8211; über Kleinkinder in Latzhosen, sprich mit Tragegriff. Die Kleinen lernen in Sicherheit: eins von den noch halb schwarz Gefärbten verschätzt sich im Baum und hängt plötzlich kopfüber im Geäst. Es droht herunterzufallen. Aber die Mutter hat unauffällig in der Nähe gewacht und rettet die Situation.</p>
<p>Zur Fütterungszeit kommt ein Ranger und berichtet über ein paar Details zu den Affen. Dann verteilt er Melone, Mango, Salatköpfe. Er erläutert, was die Tiere alles fressen (sie versorgen sich während des ganzen Tages im Wald auch mit Insekten und Blättern der heimischen Bäume). Außerdem berichtet er ein paar Details über die Rangordnung in der Gruppe. Sie wird angeführt vom stärksten Männchen. Und vom stärksten Weibchen. Die Männchen kämpfen zwar „um die Krone“ aber in Wahrheit entscheidet ihre Fanbase &#8230; ihr soziales Netzwerk in der Gruppe. Das stärkste Weibchen „vererbt“ ihren Rang an ihre Tochter: in dem sie ihr in allen Belangen beisteht und so klar macht, wer sie einmal sein wird. Die ranghohen Tiere haben die erste Wahl bei interessantem Futter. Schwächere Tiere warten, bis der Leckerbissen freigegeben wird. Die sozialen Interaktionen in der Gruppe sind zu komplex, sie während eines Spaziergangs zu erfassen. Der Ranger hat Futter in ausreichender Menge und so weit auf der Fläche verstreut, daß jedes Tier komfortabel fressen kann. Er versichert uns, daß auch die rangniederen Tiere der Gruppe ein schönes Leben haben, auf dem Affenberg in Salem.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br />
Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/affenberg-impressionen/">Affenberg-Impressionen</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Tierwohl</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/tierwohl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 19:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tierwohl Schlachtung Transporte Transportdauer]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<p><span>Tierwohl<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Mit diesem Beitrag möchte ich um Unterstützung für meine Petition gegen Schlachttiertransporte in Länder außerhalb der EU bitten.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Kurzer Link: http://kurzelinks.de/18nt</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span>Die Weidebullen sind zum Treffpunkt an Futterplatz gekommen und schauen neugierig an, was die Menschen mitbringen. Diesmal ist es nicht nur Futter. Einer aus ihrer Mitte wird auf den Hänger geladen und geht auf seine letzte Reise. Sein Transporteur hat das Foto gemacht.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>Wenn der Transport weg ist, werden die Zurückgebliebenen schauen, ob die Menschen nicht doch etwas Leckeres dagelassen haben. Sie werden dann weiter grasen oder ein paar kleinere Rangordnungsdinge klären &#8230; sie leben ganz einfach ihr Leben.</span></p>
<p><span>Es ist kein so schlechtes Leben. Ein paar Meter neben dem „Treffpunkt“ ist das Gras grün und saftig. Wir sind im Osten Bayerns, wo die Dürre in diesem Jahr nicht so schlimm ist. (Auf dem Weg in den Urlaub, beim Nachdenken über diesen Artikel, höre ich im Radio von der immer noch notwendigen Bekämpfung von Brandnestern am Schwarzen Berg &#8230; wir schreiben August 2018).</span></p>
<p><span>Natürlich ist es ein idyllisches Foto. An vielen Stellen Deutschlands ist die Haltung von Bullen (oder Rindern allgemein) auf der Weide entweder unüblich oder unmöglich geworden.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>Dennoch habe ich dieses Foto gewählt, weil es etwas verdeutlichen soll.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span>In Deutschland gibt es viel kultiviertes Land. Und immer noch gibt es sehr viel Grasland. Das Grasland liefert das Futter unter Anderem für Rinder. Wir haben kaum Möglichkeiten, den Reichtum aus diesem Grasland anders zu nutzen als für Tierfutter. Theoretisch könnten wir Bauland daraus machen. Oder wir könnten der Natur ihren Lauf lassen: es würde zunächst verbuschen und dann würden Bäume sich ihren Platz zurückerobern.</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, das Grasland gut einzuzäunen und wie auf dem Foto Rinder darauf wachsen zu lassen. Oder das Gras regelmäßig zu ernten und als Grünschnitt, Silage oder Heu zu verfüttern.</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Was mit diesen Tieren geschieht, muss klar sein: sie werden geschlachtet und für unsere Ernährung (oder die unserer kleinen Hausraubtiere) verwendet.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Nach den Richtlinien Deutschlands und der EU hat der Transport dieser Tiere tierschutzgerecht zu erfolgen. Wir müssen sie tränken, füttern und nach bestimmten Zeiten entladen und Erholung gewährleisten. Die Transportunternehmer haften dafür. Tatsächlich überschreiten die meisten Transporte diesen Rahmen auch nicht. Aber einige Transporte gehen wesentlich weiter: die Tiere werden zur Schlachtung in sogenannte Drittländer transportiert. An den Grenzübergängen finden notwendige Kontrollen statt. Leider dauern diese Kontrollen immer noch sehr lange, und es wurde mehrfach dargestellt, wie sehr die Tiere unter diesen Bedingungen leiden.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Tierwohl findet hier statt</span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Und nicht auf überlangen Transporten, bei überlangen Wartezeiten in glühender Sommersonne, auf Schlachthöfen außerhalb der Geltung europäischem Rechts.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Tierwohl findet in jedem Betrieb statt, der nah an den Lebensorten der Tiere noch schlachtet. Die Metzger haften dafür, sie werden regelmäßig kontrolliert. Wie auch die Transporteure. Schon der Transport in entfernter gelegene Schlachthöfe ist nicht mehr so tiergerecht &#8230; vom Transport in ferne Länder oder den Bedingungen an den Schlachthöfen dort ganz zu schweigen.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span></span></p>
<p><span></span></p>
<p><span>Maren Bestmann-Auchter</span></p>
<p><span>Tierärztin</span></p>
<p><span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter<br /> Tierärztin</p></div>
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			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/tierwohl/">Tierwohl</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Petition</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/petition/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jul 2018 16:46:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Heute bitte ich um Unterstützung.</p>
<p>Um diesen drastischen Filmbericht geht es, der im November 2017 ausgestrahlt wurde: <a href="https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464" target="_blank" rel="noopener">https://www.presseportal.de/pm/7840/3790464</a> .</p>
<p>Auf deutschen Straßen müssen Tiertransporteure eine Reihe von Regeln einhalten. Die Fahrer müssen zum Beispiel ihre Sachkunde nachweisen. Zuwiderhandlungen haben Konsequenzen.</p>
<p>In unseren Schlachthöfen dürfen Angehörige jeder Religion schlachten. Wichtig ist nämlich, ob Schlachter ihr Handwerk beherrschen. Ihre Aufgabe ist es, Tiere so streß- und schmerzarm zu töten wie möglich. Sie werden geschult und kontrolliert. Ebenso werden ihre Werkzeuge kontrolliert.</p>
<p>Ob die gezeigten Schlachtungen in Schlachtstätten außerhalb der EU mit den Richtlinien anderer Religionen konform sind, müssen die Angehörigen der betreffenden Religion(en) ausmachen. Ich könnte das gar nicht beurteilen, selbst wenn ich wollte.</p>
<p>Was ich beurteilen kann: Die gezeigten Transporte sind nach unserem Recht tierschutzwidrig. Die Wartezeiten bzw. die Kontrollzeiten an Grenzübergängen zu Drittländern dauern zu lange. Anstatt die Tiere abzuladen, ihnen Erholung, Futter und Wasser zu geben, lässt man sie auf dem Transporter warten. Stundenlang. Tagelang. Die Schlachtkörper der Überlebenden weisen danach Zeichen der Quälerei und länger bestehende Verletzungen auf und würden bei uns mit hoher Wahrscheinlichkeit konfisziert. Die Schlachtung selbst ist tierschutzwidrig. Schlachthygiene existiert nicht, weil die Tiere sich im Todeskampf auf dem Boden winden. Für weitaus geringere Verstöße werden bei uns Betriebe gesperrt.</p>
<p>Ob ich irgendwo Urlaub mache, oder importierte Lebensmittel kaufe: ich möchte nicht in die Situation kommen, so Erzeugtes zu essen.</p>
<p>Landwirte, die man mit dem Lebens- und Leidensweg eines bei ihnen geborenen Tieres konfrontiert hatte, waren entsetzt. Müssen wir wirklich Tiere in solche Situationen schicken?</p>
<p align="left">Ich denke, das müssen wir nicht.</p>
<p align="left">So schrieb ich eine Petition an das Parlament der EU. Währenddessen machten sich KollegInnen und Tierschützer einmal mehr auf den politischen Weg und versuchten ihre Abgeordneten zum Handeln zu bewegen. Die Resonanz war teilweise ernüchternd. Sofern Abgeordnete überhaupt zeitnah antworteten, kamen vorgefertigte Standard-Texte. Also trieb ich meine Einzel-Aktion weiter.</p>
<p>Es war nicht ganz einfach, sich im Dschungel der Vorgaben zurechtzufinden. Aber wenn man sich mal eingearbeitet hat, geht es erstaunlich gut. Ich versuchte es mit einer Beschwerde wegen schlechter Verwaltungspraxis. Es gibt ja Vorschriften und sogar Urteile des Europäischen Gerichtshofes, hier ist eines aus dem Jahre 2015:</p>
<p><a href="https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/" target="_blank" rel="noopener">https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/eugh-urteil-c-424-13-tierschutz-tiertransporte-eu-grenze/</a></p>
<p>Nur werden diese Vorschriften irgendwie nicht umgesetzt.</p>
<p>Die Beschwerde wurde abgelehnt. Ich hatte einen gedanklichen Fehler in meiner Argumentation. Also erneut in den Dschungel … diesmal bekam ich tatsächlich eine Petition hin.</p>
<p>Kürzlich wurde ich informiert, daß der Petitionsausschuß sich damit beschäftigen würde. Ich bekam einen Link, um die Sitzung zu verfolgen. Man hätte mir erlaubt, als Zuschauerin teilzunehmen. Und für ganz spezielle Problemstellungen wäre es sogar möglich gewesen, mir Rederecht zu erteilen. Über all das wurde ich vorbildlich informiert … es hat eben nur seine Zeit gedauert.</p>
<p>Kurz und gut, die Kommission hatte einige Anmerkungen für mich. Aber die Petition wurde zugelassen. Das ist eine wichtige Hürde: ab jetzt kann jeder Bürger und jede Bürgerin der EU sie unterstützen.</p>
<p>Um diese Unterstützung bitte ich jetzt: Unterzeichnen Sie diese Petition, wenn Sie mit mir der Ansicht sind, daß man keine lebenden Schlachttiere in Drittländer exportieren soll:</p>
<p><a href="https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder" target="_blank" rel="noopener">https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/petition/content/0011%252F2018/html/Petition-Nr.-0011%252F2018%252C-eingereicht-von-Maren-Bestmann-Auchter%252C-deutsche-Staatsangeh%25C3%25B6rigkeit%252C-zur-Missachtung-des-Tierschutzes-bei-Schlachttiertransporten-in-Drittl%25C3%25A4nder</a></p>
<p><a href="http://kurzelinks.de/18nt" target="_blank" rel="noopener">http://kurzelinks.de/18nt</a></p>
<p>Maren Bestmann-Auchter</p>
<p>Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/petition/">Petition</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Kätzchensaison</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 15:40:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Meistens ist die Arbeit einer Tierärztin eher unspektakulär, obwohl wir nahezu täglich irgendwo Leben retten.</p>
<p>Aber manchmal geschehen Dinge …</p>
<p>Das Telefon klingelte. Ich bekam ich eine wirre Geschichte von einer etwas aufgelösten Kundin zu hören.</p>
<p>Jemand habe ihrer Freundin ein Kätzchen abgekauft und unbedingt einen Schutzvertrag abschließen wollen. Das Kätzchen habe nun einen schlimmen Keim und jetzt solle die Verkäuferin alle Tierarztkosten und die Sanierung des durch das Kätzchen infizierten Katzenbestandes bezahlen. Die Käuferin drohte, das Veterinäramt einzuschalten und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, bis hin zur kostenpflichtigen Verbringung des Kätzchens in eine Quarantänestation, Tierheim oder was immer … Hauptsache es würde für die Verkäuferin teuer und unangenehm.</p>
<p>Da hatte sich aber jemand gewaltig aufgeplustert. Und meine Kundin klang ganz so, als würde sie sich wirklich bedroht fühlen. Sie konnte sich gar nicht beruhigen.</p>
<p>Stutzig wurde ich beim „Schutzvertrag“, den die Käuferin ausdrücklich verlangt hatte.</p>
<p>Schutzverträge werden normalerweise von Tierheimen verwendet, um sicherzustellen, daß das Tier im Zweifel auch wieder an das Tierheim zurück gegeben wird.</p>
<p>So sagte ich der Kundin, natürlich nicht ohne den Hinweis, daß ich eben keine Juristin bin.</p>
<p>Dann riet ich ihr, die Untersuchungsbefunde in schriftlicher Form einzufordern. Sie nannte mir daraufhin den Tierarzt, der das Tier angeblich untersucht haben sollte. Ich hätte gerne „kurzen Dienstweg“ benutzt, aber ich konnte diesen Kollegen im Internet nicht finden. Das ist in der heutigen Zeit dann doch ungewöhnlich. Da ich nicht sicher sein konnte, ob ich den Namen richtig geschrieben, oder ob meine Kundin den überhaupt richtig übermittelt hatte, ließ ich die Suche sein. Aber ich gewann immer mehr den Eindruck, als würde da jemand nicht die Wahrheit sagen …</p>
<p>Ich empfahl meiner Kundin außerdem ein Gegengutachten: ihre Freundin sollte das Kätzchen in einer Praxis oder Klinik eigener Wahl untersuchen lassen. Meiner Einschätzung nach hatte sie als private Verkäuferin eigentlich nichts zu fürchten. Es ging mir vor allem darum, sicherzustellen, daß dem Kitten wirklich nichts fehlte. Und sollte es die angebliche Infektion tatsächlich geben, würde man sich eben damit auseinandersetzen und eine Behandlung einleiten.</p>
<p>Allerdings waren die beiden Frauen inzwischen entschlossen, das Kätzchen wieder zurückzuholen. Die Käuferin hatte sich so dargestellt, daß sie für das Wohlbefinden des Tieres fürchteten.</p>
<p>Viel später erfuhr ich, wie es weitergegangen war.</p>
<p>Die Katzenverkäuferin hatte gleich 2 Männer geschickt, das Kätzchen zurückzuholen. Die Verhältnisse dort waren eher unsauber. Das Kätzchen wurde ganz allein in einem Heizungskeller gehalten.</p>
<p>Für die Käuferin kam dann sowieso alles ganz anders: Das Veterinäramt und der Tierschutz waren wirklich eingeschaltet worden. Nur eben nicht von ihr, sondern von der Verkäuferin. Die Beamten und der Tierschutz sollten sowohl das Haus der Käuferin als auch das Kätzchen in Augenschein nehmen. Daraus sollte noch ein Nachspiel werden.</p>
<p>Die Käuferin konnte den Laborbefund nicht vorlegen, der sei „noch nicht gekommen“. Sie hatte einen weiteren Tierarzt genannt. Den gibt es nun wirklich, aber der hatte das Kätzchen niemals gesehen, geschweige denn eine Laboruntersuchung dazu beauftragt.</p>
<p>Eine Untersuchung fand natürlich trotzdem statt: das fragliche Kitten und seine Geschwisterchen mussten eine Untersuchung über sich ergehen lassen. Sicherheitshalber. Wundert es noch jemanden, daß kein einziges infiziert war?</p>
<p>Vermutlich hatte hier jemand eine Betrugsmasche entwickelt, die wir einfach noch nicht gekannt haben.</p>
<p>Ab jetzt ist das anders.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="js_c" dir="ltr">
<p>Maren Bestmann-Auchter                                                                                                                                                                           Tierärztin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>The post <a href="https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-2/">Kätzchensaison</a> first appeared on <a href="https://saussbachpraxis.de">Maren Bestmann-Auchter: Tierarztpraxis am Saussbach für Haus- und Heimtiere</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Kätzchensaison</title>
		<link>https://saussbachpraxis.de/kaetzchensaison-folge-1/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maren Bestmann-Auchter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jul 2018 16:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Der tägliche Wahnsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben mit Tieren]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Mops]]></category>
		<category><![CDATA[Qualzucht]]></category>
		<category><![CDATA[Welpen]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Neulich in der Tierarztpraxis &#8230; so können sehr viele Geschichten beginnen. Begleiten Sie mich heute in eine dieser Erinnerungen?</p>
<div id="js_c" dir="ltr">
<p>&#8230; saß ein kleines Kätzchen auf dem Tisch: mager, verfloht, frisch von der Mutter weg. Es sollte ein Rassekätzchen sein. Meiner Meinung nach war es ein wenig zu bescheiden entwickelt.</p>
<p>Die Besitzerin hatte es um eine nicht unerhebliche Summe gekauft. Ihre Freundin hatte bei der Gelegenheit ein Geschwisterchen genommen. Man hatte gleich gemerkt, daß die Kitten verfloht waren. Und war deswegen noch auf dem Heimweg bei mir vorbei gefahren.</p>
<p>Nachdem es gerade keine Bauernhofkätzchen gab, sollten es Rassekätzchen aus einer „privaten Hobbyzucht“ werden. Die hatte man in den Kleinanzeigen entdeckt. Die Kätzchen sollten 8 Wochen alt sein, geimpft und entwurmt. Als während des Verkaufsgesprächs auf dem einen Kätzchen Flöhe entdeckt wurden, sagte die Verkäuferin nur: ein Flohmittel sei gerade aufgebracht worden. Die Tiere hatten einen Impfpass mit dem Stempel einer namhaften Kleintierpraxis dabei. Abstammungspapiere gab es nicht. Einen Kaufvertrag gab es auch nicht &#8211; oder zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt: Name und Adresse der Verkäuferin fehlten.<br />
Die beiden Frauen hatten beim Kauf der Kätzchen den Eindruck, daß es sich nicht nur um eine „Hobbyzucht“ handelte. Insgesamt sei es nicht sehr sauber gewesen. Und Hundewelpen hätte man wohl auch gesehen …</p>
<p>Nach der Untersuchung der Kätzchen war der medizinische Teil schnell erledigt. Mit vernünftigem Futter entwickelten sie sich später gut, und sie sind an ihren beiden Wirkungsorten geliebte Familienmitglieder.</p>
<p>Was war falsch, warum schreibe ich das hier?</p>
<p>a) Die Kätzchen waren zu jung. Verhaltensexperten sind einig, daß man eine Jungkatze 12 Wochen oder länger bei der Mutter lassen sollte. Nur in Ausnahmefällen kann man davon abweichen. Diese Ausnahmefälle sind neben medizinischen Situationen auch tierschutzrelevante Unterbringung bzw. Vernachlässigung.</p>
<p>b) Mit hoher Wahrscheinlichkeit war die beschriebene Zucht keine Hobbyzucht. Tatsächlich gibt es dafür sogar rechtliche Regelungen. Ab einer bestimmten Zahl von Tieren und Würfen/Jahr ist eine Zucht gewerblich. Dann muß die Betriebsstätte beim Veterinäramt gemeldet werden und die Gewinne sind zu versteuern. Der gewerbliche Verkäufer muß außerdem handelsrechtliche Vorschriften einhalten (ja, es klingt böse, Handel mit Tieren. Aber was bitte ist es denn sonst, wenn ein Tier gegen Geld übergeben wird? Dann ist es auch absolut berechtigt, dem Verkäufer Pflichten aufzuerlegen.)</p>
<p>c) Was genau steckt hinter dem Begriff &#8222;ohne Papiere&#8220;? Tiere mit kleinen Fehlern (Farbfehler etc.) werden auch von seriösen Züchtern ein wenig günstiger abgegeben. Sie werden wegen des Preises auch gern gekauft. Die meisten Käufer wollen nicht züchten und benötigen daher keine Papiere. Üblicherweise geht man davon aus, daß ein Tier auch ohne Papiere unter Einhaltung der Tierschutzvorschriften gezüchtet und liebevoll aufgezogen wurde. Zuchtvereine erlauben ihren Züchtern nicht, mit Hund und Katze jährlich oder sogar mehrmals im Jahr zu züchten. Aber ohne einen Nachweis weiß man nicht, ob der Züchter wirklich ordnungsgemäß gemeldet ist, oder ob er wirklich den Abstand zwischen den Würfen einhält. Natürlich verkauft auch der Hobbyzüchter &#8222;ohne Papiere&#8220;. Er hat ja keine. Gewissenlose Vermehrer und Welpenschmuggler verkaufen sehr häufig auch &#8222;ohne Papiere&#8220;, nach meinen Erfahrungen auch ohne einen vernünftigen Kaufvertrag.</p>
<p>d) Die Kätzchen waren 8 Wochen alt, und sie sollten bereits entwurmt, geimpft, entfloht worden sein. Das ist sogar mir ein bisschen zuviel &#8230; vermutlich ist gar nichts gemacht worden. Und ja, Papiere und Stempel kann man fälschen &#8230;</p>
<p>Zu guter Letzt</p>
<p>Wie erkennen Sie beim Tierkauf Betrüger? Lesen Sie die Hinweise von Tierschutzvereinen, Zuchtvereinen und nicht zuletzt der Tierärzteschaft. Alle 3 Gruppen haben eigene Veröffentlichungen: „woran erkenne ich einen guten Züchter“. Befolgen Sie diese Ratschläge. Kaufen Sie nie aus dem Bauch heraus oder aus Mitleid. Kaufen Sie nie an irgendeinem Übergabeort (Parkplatz) oder in einer ansonsten leeren Wohnung. Wenn Sie keine ordentliche Quittung oder keinen Kaufvertrag bekommen, schreiben Sie Adresse, Namen, Telefonnummer auf. Wenn jemand auf einem Parkplatz Tiere anbietet, schreiben Sie Fahrzeugdaten und Kennzeichen auf. Oder machen Sie ein Foto.</p>
<p>Aus Mitleid helfen Sie den Tieren viel besser, indem Sie die Polizei zum Verkaufs- oder Übergabeort schicken. Dann wird nämlich aufgeräumt. Alle Tiere werden sofort tierärztlich versorgt, und nicht nur das von Ihnen ausgesuchte. Sie können die Tierärztin, oder den Tierarzt Ihres Vertrauens VOR dem Kauf direkt fragen. Es ist bei Kleintieren nicht so üblich, aber Sie können eine Ankaufsuntersuchung machen lassen. Das ist z.B. beim Pferdekauf so üblich. Die Kosten dafür sind gut angelegt, wenn man ein gesundes Tier möchte.</p>
<p>Maren Bestmann-Auchter                                                                                                                                                                           Tierärztin</p>
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